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10.04.2011

18:27 Uhr

Illegale Zahlungen

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ferrostaal-Mitarbeiter

ExklusivIn dem Skandal um Schmiergeldzahlungen des Industriedienstleisters Ferrostaal hat die Staatsanwaltschaft München Anklage gegen zwei ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens erhoben.

Wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen gab es mehrere Durchsuchungen in der Zentrale des Anlagenbauers Ferrostaal. Quelle: dpa

Wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen gab es mehrere Durchsuchungen in der Zentrale des Anlagenbauers Ferrostaal.

DüsseldorfDen Beschuldigten wird vorgeworfen, den Verkauf von U-Booten an Griechenland mit illegalen Zahlungen angeschoben zu haben, wie das Handelsblatt berichtet.

Zuvor war ein Einigungsversuch zwischen der Staatsanwaltschaft München und Ferrostaal gescheitert. Ferrostaal sieht nach Informationen der Zeitung nicht in der Lage, ein gefordertes Bußgeld über 196 Millionen Euro zu zahlen.

Ferrostaal war bis März 2009 Tochter des Nutzfahrzeugekonzerns MAN, der heute noch dreißig Prozent hält. Über die Kosten der Schmiergeldaffäre liegt MAN mit dem jetzigen Mehrheitseigentümer, dem arabischen Staatsfonds IPIC, im Rechtstreit. Laut eines Einigungsentwurfes, der dem Handelsblatt vorliegt, war MAN Mitte Februar bereit, die Araber mit rund einer halben Milliarde Euro zu entschädigen.

Ferrostaal versucht nun den ehemaligen Mutterkonzern in Regress zu nehmen und hat MAN einen Mahnbescheid über 25 Millionen Euro geschickt. Mit der Forderung wollen die Essener aus ihrer Sicht illegal transferierte Gewinne von der Mutter zurückfordern
MAN, Ferrostaal und IPIC lehnten am Wochenende eine Stellungnahme ab.

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