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02.03.2012

18:07 Uhr

Im Februar

PKW-Nachfrage n Deutschland stagniert

Die Anzahl der zugelassenen Neuwagen kam im Februar nur knapp an das Vorjahresniveau heran. Zwar läuft zumindest das Geschäft mit Unternehmenskunden rund, der Privatmarkt zeigt sich jedoch weiter verunsichert.

Porsche gehörte im Februar zu den Gewinnern unter den deutschen Autobauern. dpa

Porsche gehörte im Februar zu den Gewinnern unter den deutschen Autobauern.

HamburgDie Autohändler in Deutschland haben während der Kältewelle im Februar meist vergeblich auf Kundschaft gewartet. Mit rund 224.300 Fahrzeugen kamen im vergangenen Monat fast so viele Neuwagen auf die Straßen wie vor Jahresfrist, wie das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag mitteilte. Während Privatleute einen Bogen um die Schauräume der Händler machten, lief das Flottengeschäft mit großen Autovermietern und Firmenwagen Branchenangaben zufolge rund. Bereits zu Jahresanfang hatten Hersteller und Händler die Pkw-Nachfrage mit verkaufsfördernden Aktionen künstlich hoch gehalten.

Auch im Februar registrierten Branchenexperten eine Vielzahl taktischer Zulassungen. Dabei melden Händler Neuwagen vorübergehend auf sich selbst an, um sie später als junge Gebrauchtwagen oder Tageszulassungen mit hohen Preisabschlägen zu verkaufen. „Der Privatmarkt ist nach wie vor sehr schwach. Die Verbraucher sind sehr verunsichert und wissen nicht, wie sich die Konjunktur weiterentwickelt. Deshalb haben wir die höchsten Rabatte seit fünf Jahren“, sagte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer zu Reuters. Der VW-Golf werde bei Vermittlern im Internet etwa mit einem Preisabschlag von 20 Prozent angepriesen.

Gefragt waren laut KBA sowohl spritsparende Kleinwagen als auch teure Sportautos und Geländewagen. Den höchsten Zuwachs bei den Neuzulassungen erzielt Porsche mit einem Plus mit 34 Prozent. Der Stadtflitzer Smart von Daimler legte um 18 Prozent zu.

Während viele Autokäufer hierzulande noch abwarten, fassen die Verbraucher in den USA immer mehr Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung. Auf dem nach China weltweit zweitwichtigsten Fahrzeugmarkt verbuchten die Hersteller im Februar den besten Verkaufsmonat seit vier Jahren. Die Neuzulassungen kletterten um 16 Prozent auf über 1,1 Millionen Einheiten und damit so stark wie lange nicht mehr.

Die Hersteller führten dies auf ein gestiegenes Verbrauchervertrauen zurück, das auch darin zum Ausdruck komme, dass der lange darnieder liegende Häusermarkt wieder Lebenszeichen von sich gebe. Selbst ein um 30 Prozent gestiegener Benzinpreis schreckte die Autokäufer nicht ab - anders als 2008, als der Benzinpreis erstmals die psychologisch wichtige Marke von vier Dollar je Gallone (etwa vier Liter) übersprang. Damals hatten die Autokäufer die in den USA sonst so beliebten Kleinlaster und Geländewagen bei den Händlern stehen lassen und sich stattdessen kleinere, spritsparende Wagen in ihre Garagen gestellt. Im vergangenen Monat verkauften sich allerdings auch die für Hersteller besonders lukrativen Pick-ups gut. Hinzu kommt, dass das hohe Durchschnittsalter der Autos von fast elf Jahren derzeit viele Besitzer zum Kauf eines Neuwagens zwingt.

Am stärksten steigerte unter den großen Herstellern die von Fiat kontrollierte Marke Chrysler ihren Absatz im Februar: Sie verbuchte ein Plus von 40 Prozent. Ford legte um 14 Prozent zu. Dagegen konnte sich die Opel-Mutter GM, die künftig mit Peugeot zusammenarbeitet, bei den Neuzulassungen nur leicht verbessern (plus 1,1 Prozent). Das kleine Plus sorgte dennoch für eine Überraschung, da Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten, weil der Konzern weniger Preisnachlässe angeboten hatte als im vergangenen Jahr. Nach einer längeren Dursttrecke steigerte sich auch der japanische Autobauer Toyota wieder (plus 12,4).

Unter den deutschen Autobauern glänzte erneut Volkswagen mit einem Zulassungsplus von 43 Prozent, weil sich der speziell für den US-Geschmack entwickelte Passat gut verkauft. BMW legte dank des neuen 3er-Modells um fast ein Drittel zu, gefolgt von Daimler, deren Tochter Mercedes-Benz USA 22 Prozent mehr verkaufte als vor Jahresfrist. Der mit VW verbundene Sportwagenbauer Porsche meldete ein vergleichsweise kleines Plus von 6,4 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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josefhirsepp

02.03.2012, 20:41 Uhr

Ein Taxi ist fuer viele die billigere Loesung, wenn erst einmal das Auto abgeschafft ist, in Verbindung mit Bahn, Bus, Fluglinie und einem Mietwagen vorort!
Grosse Scooter sind der Renner fuer die Innenstaedte: wenig, spritsparend, parkfreundlich, platzsparend...
Wahnsinn ist's mit einem A6 3.0 TDI oder BMW 530 D die Broetchen und das Gemuese einkaufen zu fahren....: die Karren erreichen ja erst nach 10- 15 km ihre Betriebstemperatur...fressen sich gnadenlos durch den Dieselvorrat, der ihnen mit Hochdruck zur Verfuegung gestellt wird!
ELEKTRO-DREIRAEDER und Golfcarts aus CHINA sind der Brueller !!!

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