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02.05.2014

16:41 Uhr

Im Jubiläumsjahr

Umsatzplus für Deutz

Höherer Umsatz, mehr Aufträge – für den Motorenbauer Deutz beginnt das Jubiläumsjahr blendend. Nun hat das Unternehmen noch ein Sparpaket geschnürt, um die Kosten zu drücken.

Ein Mitarbeiter der Deutz AG schraubt im Deutz-Werk in Köln an einem Motor: Der Auftragseingang des Unternehmens stieg im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 414,2 Millionen Euro. dpa

Ein Mitarbeiter der Deutz AG schraubt im Deutz-Werk in Köln an einem Motor: Der Auftragseingang des Unternehmens stieg im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 414,2 Millionen Euro.

DüsseldorfDer Motorenbauer Deutz ist mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Auftragseingang in sein Jubiläumsjahr 2014 gestartet. Den Verlust konnte der vor 150 Jahren gegründete Konzern zwischen Januar und März deutlich eindämmen. Die Ertragszahlen blieben aber unter den Erwartungen des Marktes. Deutz hat nun ein Sparpaket geschnürt, um die Kosten zu drücken.

Ein Standort in Köln soll geräumt werden, betriebsbedingte Kündigungen sind aber für vier Jahre ohne Zustimmung des Betriebsrats nicht möglich, wie Deutz am Freitag mitteilte. Deutz prüfe zudem, ein Werk in Bayern zu schließen. Die Sparmaßnahmen würden das Ergebnis 2014 einmalig mit 15 bis 20 Millionen Euro belasten - ab 2016 würden sie sich aber positiv auf den operativen Gewinn auswirken. Das Management müsse „alle Kosten und Strukturen immer wieder kritisch hinterfragen“, unterstrich Vorstandschef Helmut Leube.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 414,2 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 18,2 Prozent auf 342,7 Millionen Euro. Damit blieb er aber unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 349 Millionen Euro gerechnet hatten. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg auf 1,9 Millionen Euro, vor Jahresfrist stand hier noch ein Minus von 6,4 Millionen Euro in den Büchern. Analysten hatten hier 8,58 Millionen Euro erwartet. Unter dem Strich stand ein Verlust von 0,6 Millionen Euro. Vor Jahresfrist betrug das Minus noch 6,9 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr solle der Umsatz im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen, erklärte Deutz. Die Ebit-Marge vor Einmaleffekten solle über vier Prozent erreichen, die Einmaleffekte eingerechnet sollen es über drei Prozent sein. Im ersten Quartal lag die Ebit-Marge lediglich bei 0,6 Prozent.

Von

rtr

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