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19.01.2009

10:41 Uhr

IMM Cologne

Deutsche Möbelbranche setzt aufs Ausland

Für die Möbelbranche hat die wichtigste Woche des Jahres begonnen: In Köln öffnete die weltgrößte Möbelmesse IMM Cologne ihre Pforten. Von der konjunkturellen Krisenstimmung ist nicht viel zu spüren. Die Hersteller verbreiten Optimismus und setzen vor allen Dingen auf das Auslandsgeschäft.

Extravagante Möbel gibt es diese Woche auf der IMM Cologne zu sehen. Foto: dpa dpa

Extravagante Möbel gibt es diese Woche auf der IMM Cologne zu sehen. Foto: dpa

HB KÖLN. Aus der IMM Cologne zeigen rund 1060 Aussteller aus 49 Ländern in den Kölner Messehallen Neuheiten. Der Trend geht nach Angaben von Experten zunehmend zu sogenannten Mix-Möbeln, die in verschiedenen Räumen einsetzbar sind - etwa das Sofa für die Küche oder Gartenstühle für das Wohnzimmer.

Die Stimmung unter den deutschen Ausstellern ist nach Angaben der Branchenverbände gut. Die IMM Cologne ist bis zum Freitag nur für Fachbesucher, am Samstag und Sonntag dann auch für das Publikum geöffnet. Insgesamt werden mehr als 100 000 Besucher erwartet.

Ein Trend der Messe ist laut dem Spitzenverband der Branche, dass die deutschen Möbelhersteller stärker im außereuropäischen Ausland werben müssen: „Möbel Made in Germany sind dort zwar gut angesehen, wir müssen das aber noch transparenter an den Mann bringen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Dirk-Uwe Klaas.

„Deutschland hat innerhalb Europas die am besten aufgestellte Möbelindustrie“, sagte Klaas. Dieser Ruf müsse in Zukunft aber auch in Märkten wie Nahost, China und Osteuropa bekannter werden. „Messen allein reichen dafür nicht aus, wir müssen dort näher an die Kunden kommen.“ Denkbar seien etwa Veranstaltungen wie eine „deutsche Woche“ in großen Handelshäusern, bei der Möbel zusammen mit anderen Produkten aus Deutschland gezeigt werden. Konkrete Pläne dafür gebe es aber noch nicht.

Mit Blick auf das Inlandsgeschäft erwartet Klaas von der IMM vor allem „eine Verstärkung des Trends, dass die Leute sich mehr in ihre eigenen vier Wände zurückziehen und darum neu einrichten“. Gerade in wirtschaftlich schlechteren Zeiten neigten die Menschen erfahrungsgemäß dazu, öfter zu Hause zu bleiben. „Die IMM kann hier als Katalysator wirken, denn spätestens im Frühjahr stehen die neuen Möbel ja in den Geschäften“, sagte Klaas. „Ich hoffe, dass der Handel die Themen „Homing“ und „Lebensgefühl“ fantasievoll herüberbringen kann und nicht vornehmlich mit Rabatten wirbt.“

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