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18.01.2005

09:24 Uhr

In Australien bahnt sich Übernahmekampf an

Foster’s will Weinsparte durch Zukauf stärken

Der australische Bier- und Weinproduzent Foster’s hat eine feindliche Übernahme des Weinherstellers Southcorp angekündigt, um damit zum weltweit zweitgrößten Weinunternehmen aufzusteigen.

Reuters HB MELBOURNE. Foster’s bot gestern 4,17 australische Dollar je Aktie, insgesamt 2,5 Mrd. A-Dollar (rund 1,45 Mrd. Euro). Bedingung sei, dass mindestens 90 Prozent der Aktien in den Besitz von Foster's kämen. Southcorp wies das Gebot als unangemessen zurück.

Die Aktien von Southcorp legten um 8,5 Prozent auf 4,61 A-Dollar zu und lagen damit deutlich über der Offerte. Analysten erwarten daher, dass Foster’s sein Angebot noch erhöhen muss oder dass weitere Bieter einsteigen. Vergangene Woche hatte Foster’s 18,8 Prozent an Southcorp gekauft.

„Foster’s kann mehr bieten“, sagte Analyst David Spry von F.W. Holst. Aus dem Zusammenschluss entstünde ein Konzern, der einen Gesamtumsatz von rund 4,8 Mrd. A-Dollar und im Weingeschäft Einnahmen von mehr als 2,6 Mrd. A-Dollar erzielen würde. Damit wäre er das größte Weinunternehmen nach dem US-Konzern Constellation Brands.

Foster’s will die Übernahme mit Schulden finanzieren. Bereits im zweiten Jahr nach der Akquisition werde Southcorp zum Gewinn beitragen, ab dem dritten Jahr prozentual zweistellige Zuwächse erzielen.

Analysten verwiesen allerdings auf rückläufige Umsätze der Branche in den USA, Großbritannien und Australien – den Märkten, auf denen Foster’s vornehmlich vertreten ist. Als potenzielle Rivalen in einem Übernahmekampf um Southcorp gelten Constellation, der weltgrößte Spirituosenkonzern Diageo, das weltweit zweitgrößte Spirituosenunternehmen Allied Domecq und Frankreichs Pernod Ricard.

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