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22.09.2014

13:45 Uhr

In China

Nissan will BMW und Audi Paroli bieten

Bislang dominieren Audi, BMW und Mercedes Benz den Markt für Luxus-Autos in China, doch das will Nissan künftig ändern – mit steigenden Verkäufen. Bei seiner Aufholjagd setzt der Autobauer auf die eigene Luxusmarke.

Nissan will zur Premium-Automarke in China werden und setzt dabei auf seine Luxusmarke Infiniti. Reuters

Nissan will zur Premium-Automarke in China werden und setzt dabei auf seine Luxusmarke Infiniti.

Peking/ShanghaiNissan will an der Vormachtstellung der deutschen Oberklasse-Marken Audi, BMW und Mercedes Benz in China kratzen. Der japanische Autobauer kündigte am Montag ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Hersteller Dongfeng an, das Nissans Luxusmarke Infiniti in China bauen und vertreiben soll. In diesem Jahr will Nissan seine Verkäufe auf dem größten Automarkt der Welt um 80 Prozent auf 30.000 Fahrzeuge steigern. Bis 2018 sollen dann 100.000 Infiniti-Wagen in China verkauft werden, mehr als die Hälfte davon aus Produktionsstätten vor Ort.

Die deutschen Hersteller dominieren bislang den Markt für Luxus-Autos in China. Nissan könnte bei seiner geplanten Aufholjagd davon profitieren, dass die Behörden in der Volksrepublik derzeit gegen Verschwendung in der Verwaltung vorgehen. Denn damit entsteht eine Nachfrage nach Oberklasse-Fahrzeugen von Marken, die bislang eher nicht den Status von Luxus-Karossen haben.

Diese Modelle und Marken haben das erste Halbjahr gerockt

Der Quashqai führt

Die Gewinner der ersten Jahreshälfte 2014 auf dem deutschen Pkw-Markt kommen aus Japan. Den stärksten Zuwachs unter den Marken mit mehr als einem Prozent Marktanteil verbuchte laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Nissan; die Zahl der Neuzulassungen stieg – getrieben vor allem von einer starken Nachfrage nach dem neu aufgelegten Qashqai – um 22,8 Prozent auf 32.250 Einheiten.

Mazda3 liegt auf 2

Bei Mazda sorgte das neue Kompaktmodell Mazda3 für Schwung: 28.542 Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Bronze für Skoda

Über den drittstärksten Zuwachs kann sich Skoda freuen: Die Tschechen legen mit dem stark nachgefragten Octavia um 14 Prozent auf 88.198 Einheiten zu und festigen so vor Renault ihre Position als stärkster Importeur.

Neben dem Octavia erweist sich der Rapid Spaceback als Renner. Im größten deutschen Fahrzeugsegment (kompakte Kurzheck-Modelle) gehört er zu den erfolgreichsten zehn Fahrzeugen. Bis Mai belegte er den achten Platz in seiner Klasse  

Focus und Kuga stützen Ford

Unter den deutschen Herstellern wuchs Ford am meisten, dort profitierte man von der starken Nachfrage nach den Kompaktmodellen Focus und Kuga. Das reichte für ein Plus von 9,8 Prozent auf 108.548 Neuzulassungen.

Darauf einen Mokka

Opel legte um 6,9 Prozent auf 112.923 Einheiten zu. Der Mokka war in Deutschland im ersten Halbjahr die Nummer eins im SUV-Segment. Die Insignia-Neuzulassungen legten in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent zu. Aber auch die angestammten Modelle im Portfolio waren erfolgreich. So belegte der Zafira Tourer sowohl im Juni als auch im ersten Halbjahr Platz zwei bei den Großraum-Vans. 

Mini verliert

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten: bei Mini steht ein dickes Minus in der Halbjahresbilanz, der Rückgang von 12,5 Prozent auf 15.764 Neuzulassungen geht aber vor allem auf das Konto des Modellwechsels beim wichtigsten Modell der Marke, dem Dreitürer.

Käufer lassen Chevy fallen

Im freien Fall befindet sich weiterhin Chevrolet, wo die Verkaufszahlen nach dem angekündigten Marktaustritt um 62,6 Prozent auf nur noch 4.999 Fahrzeuge zurückgingen.

VW vor Mercedes und Audi

Audi konnte sein Ergebnis aus dem ersten Halbjahr 2013 um 4,3 Prozent steigern (133.751 Neuzulassungen), BMW kam auf ein Plus von 0,7 Prozent (119.619 Neuzulassungen). Ein Minus von 0,5 Prozent hingegen musste VW verbuchen; die Wolfsburger bleiben mit 323.474 Neuzulassungen aber klar die Nummer eins in Deutschland. Mercedes bleibt trotz eines Rückgangs um 3,6 Prozent mit 136.615 Einheiten vor Audi auf Rang zwei.  

Schlappe für Korea

Zu den Verlierern des Monats unter den großen Marken zählen die Koreaner. Hyundai büßte 5,3 Prozent ein (48.383 Neuzulassungen), Schwestermarke Kia 4,6 Prozent (27.699 Neuzulassungen).

Private fahren mehr Importautos

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr deutschlandweit rund 1,54 Millionen Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Importmarken steigerten ihren Anteil im Gesamtmarkt auf rund 36,1 Prozent, bei den privaten Kunden sogar auf 45 Prozent.

Von

rtr

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