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10.04.2013

13:01 Uhr

Indien

Auto-Absatz im einstigen Boom-Land bricht ein

Der Auto-Absatz in Indien ist seit zehn Jahren erstmals eingebrochen. Das langsame Wirtschaftswachstum versetzt dem Absatz einen Dämpfer. Diese Entwicklung stellt die Hoffnungen der ausländischen Branchengrößen infrage.

Auf dem früheren Boom-Markt Indien wurden bis Ende März 6,7 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. obs

Auf dem früheren Boom-Markt Indien wurden bis Ende März 6,7 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft.

Mumbai/Ne-DelhiIn Indien ist der Auto-Absatz erstmals seit zehn Jahren eingebrochen und wird wohl auch nur langsam wieder an Fahrt aufnehmen. Wie der Verband der indischen Autobauer am Mittwoch mitteilte, wurden auf dem früheren Boom-Markt im Geschäftsjahr bis Ende März 6,7 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Im März brach der Markt sogar um mehr als ein Fünftel ein. Für dieses Jahr rechnet der Verband wieder mit einem Wachstum von drei bis fünf Prozent. Für das vergangene Jahr hatte er ursprünglich ein Plus von gut zehn Prozent vorhergesagt. Wegen der Abkühlung der indischen Wirtschaft schraubte er sie aber mehrmals zurück. Vor zwei Jahren wurde Indien nach China in der Branche noch als aussichtsreichster Wachstumsmarkt bejubelt.

Die Entwicklung stellt auch die Hoffnungen der ausländischen Branchengrößen infrage. Erst vor wenigen Wochen hatte Volkswagen -Chef Martin Winterkorn betont, die Zukunft des Konzerns entscheide sich in Ländern wie China, Russland und Indien. Angesichts der Krise in Europa investierten Autobauer riesige Summen in dem Schwellenland. Doch das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum, steigende Zinsen und höhere Benzinpreise versetzten dem Absatz einen Dämpfer. In den Verkaufsräumen der Händler stauen sich nun die Fahrzeuge.

Das erklärte Ziel, die Verkäufe von gegenwärtig 1,9 Millionen auf neun Millionen Fahrzeuge bis 2020 zu steigern, halten selbst Vertreter der heimischen Branche nicht mehr für realistisch. "Ich glaube nicht, dass diese Ziele in diesem Zeitrahmen erreicht werden", sagte der Chef des heimischen Marktführers Maruti Suzuki, R.C. Bhargava. "Die Bedingungen haben sich sehr geändert." (Reporter: Henry Foy, Devidutta Tripathy; geschrieben von Stefanie Geiger, redigiert von Christian Götz)

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

10.04.2013, 13:25 Uhr

wer soll die ganzen Autos denn fahren ?

ein Wahnsinn was die alles bauen und an den Mann/Frau bringen wollen...
der Babyboom bricht auch ein, und Benzin/Diesel gibt es auch nur noch wenige Jahre...

und es bedarf einer Kaufkraft in der Bevölkerung, wenn die aber als Sklave ohne richtiges Einkommen unterdrückt wird dann ist das alles kein Wunder!

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