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22.02.2011

13:48 Uhr

Indischer Rüstungsmarkt

Krauss-Maffei Wegmann dabei

Krauss-Maffei Wegmann steigt in den lukrativen indischen Verteidigungsmarkt ein. Der Rüstungskonzern geht eine strategische Kooperation mit dem zweitgrößten indischen Fahrzeughersteller Ashok Leyland ein.

Krauss-Maffei Wegmann stößt die Tür nach Indien offen. Quelle: KMW

Krauss-Maffei Wegmann stößt die Tür nach Indien offen.

BerlinDie Firmen wollten bei der Entwicklung von Rüstungsprojekten für den indischen und den internationalen Markt zusammenarbeiten. Indien gilt als einer der wenigen Wachstumsmärkte für die Rüstungsindustrie, die in Europa und den USA massive Kürzungen infolge der Finanzkrise verkraften muss.

KMW und Ashok Leyland erklärten, sie wollten zunächst bei der Entwicklung von Radpanzern, Bergefahrzeugen, Artillerie- und Kampfsystemen sowie Brückenlegesystemen kooperieren. Als größter Logistiklieferant der indischen Armee verfügt Ashok Leyland über den Zugang zu den Streitkräften und die Erfahrung bei der Entwicklung von Militärfahrzeugen. Das Unternehmen hat der indischen Armee den Angaben zufolge bereits über 60.000 Fahrzeuge geliefert. KMW dagegen steuert die Technologie und die technische Unterstützung bei. Der Münchner Konzern produziert unter anderem den Radpanzer Dingo, den Kampfpanzer Leopard zwei und die Panzerhaubitze 2000.

Auch andere europäische Rüstungskonzerne bemühen sich derzeit um Zugang zum indischen Markt. EADS ist dort mit dem Kampfjet Eurofighter im Rennen um einen Vertrag für 126 Flugzeuge zum Preis von elf Milliarden Dollar. Indien ist einer der größten Waffenimporteure der Welt. Das Land fühlt sich von China und Pakistan bedroht und will in den kommenden fünf Jahren bis zu 50 Milliarden Dollar investieren, um sein noch von der Sowjetunion ausgerüstetes Militär zu modernisieren.

Von

rtr

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