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01.09.2014

10:14 Uhr

Industrie

Deutsche Maschinenbauer mit Erfolg im Ausland

Made in Germany begehrt wie eh und je: Deutsche Maschinenbauer sind im Ausland extrem erfolgreich. In der Heimat sank die Nachfrage hingegen. Wie gut, dass die Auslandsaufträge weiter steigen.

Ein Arbeiter bei MAN: Der deutsche Maschinenbau boomt im Ausland. dpa

Ein Arbeiter bei MAN: Der deutsche Maschinenbau boomt im Ausland.

DüsseldorfDie deutschen Maschinenbauer treten auf der Stelle. Die Auftragseingänge stagnierten im Juli, wie der Branchenverband VDMA am Montag mitteilte. Während die Bestellungen aus Deutschland um sechs Prozent zurückgingen, stiegen die Orders aus dem Ausland um vier Prozent. "Die zunehmenden Ausfälle im Russlandgeschäft konnten durch ein Plus in außereuropäischen Staaten und durch ein in diesem Monat starkes Großanlagengeschäft überkompensiert werden", erklärte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Dagegen sei die Nachfrage im Inland wohl durch das verschlechterte Geschäftsklima gedämpft worden.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Mai bis Juli legten die Auftragseingänge um zwei Prozent zu. Das Inlandsgeschäft schrumpfte um zwei Prozent, die Auslandsaufträge kletterten um vier Prozent.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Der Maschinenbau als Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft ist in den vergangenen Monaten infolge der politischen und wirtschaftlichen Krisen in der Welt ins Stottern geraten. Nach teils kräftigen Auftragseinbußen im ersten Halbjahr kassierte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im vergangenen Monat seine Jahresziele. Der Verband erwartet nun noch ein Wachstum der Produktion um ein Prozent statt um drei Prozent. Die Branche - zu der neben mittelständischen Unternehmen auch börsennotierte Konzerne wie Thyssen Krupp, DMG Mori Seiki (ehemals Gildemeister) oder Gea gehören - steuert aber dennoch auf einen neuen Rekord zu.

Von

rtr

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