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09.02.2005

08:49 Uhr

Industrie stellt sich weltweit auf höhere Umsätze ein – China als Zielmarkt

Sportkonzerne wachsen mit neuen Märkten

VonJoachim Hofer

Schneller, höher, weiter: Die Sportindustrie eilt von einem Spitzenergebnis zum nächsten. Weltmarktführer Nike legte zuletzt erneut ein Rekordquartal hin, die deutschen Verfolger Adidas-Salomon und Puma glänzten 2004 mit den besten Zahlen ihrer Geschichte. Ein Ende dieser Erfolgsserie ist nach Ansicht der Sportmanager nicht in Sicht – im Gegenteil. Neue Märkte sollen langfristig für weitere Zuwächse sorgen.

MÜNCHEN. „Es gibt keinen Grund, dass das Wachstum nachlässt“, sagte Adidas-Chef Herbert Hainer auf der Sportmesse Ispo in München. Die Zuversicht hat ihren Grund: Für die Sportindustrie eröffnen sich riesige neue Absatzchancen. Vor allem in Asien gibt es für die Konzerne viel zu holen. Roger Talermo, Chef der finnischen Amer-Group (Atomic, Wilson): „In China wird das Geschäft anziehen, je näher die Olympischen Spiele 2008 rücken.“ Schon heute sei absehbar, dass das Land bald einer der wichtigsten Tennis-Märkte der Erde werde.

Doch nicht nur der Milliardenmarkt China lässt die Freizeitindustrie hoffen. Auch die wachsende Zahl älterer Menschen in den westlichen Ländern soll für ein Umsatzplus sorgen. „Diese Zielgruppe haben wir bislang noch gar nicht richtig angegangen“, sagte Puma-Manager Peter Mahrer.

Die Senioren sind umso interessanter, weil sie viel Geld zur Verfügung haben. David Jacobs, Gründer der angesehenen US-Skibekleidungsmarke Spyder: „Unsere besten und teuersten Produkte werden von den Senioren gekauft.“

Dazu kommt, dass das Gesundheitsbewusstsein der Menschen steigt. Allein in Deutschland kletterte die Zahl der Mitglieder von Fitnessstudios nach Angaben der Beratungsfirma Deloitte im vergangenen Jahr um zwölf Prozent. Damit einher gehe die Bereitschaft, für Sportequipment mehr Geld auszugeben, sagt Puma-Manager Mahrer.

Allerdings werden nicht alle Sportfirmen von dem Aufwärtstrend profitieren. „Die Konsolidierung der Branche wird an Fahrt gewinnen“, ist Amer-Chef Talermo überzeugt. Die Konzentration ist schon voll im Gange, vor allem im seit Jahren margenschwachen Skisport. Vergangenes Jahr übernahm der US-Konzern K 2 den deutschen Skihersteller Völkl, nun will der amerikanische Surf-Spezialist Quiksilver den französischen Skiproduzenten und Weltmarktführer Rossignol übernehmen.

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