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28.03.2012

14:53 Uhr

Industrieausrüster

Norma will mit Übernahmen neue Märkte erobern

Zulieferer Norma geht auf große Einkaufstour: Der Industrieausrüster hat rund 150 mögliche Übernahmekandidaten ausgemacht. Laut Firmenchef Deggim ist die Kriegskasse mit 100 Millionen Euro gefüllt.

Die Firmenzentrale von Norma in Maintal.

Die Firmenzentrale von Norma in Maintal.

FrankfurtDer Automobil- und Industriezulieferer Norma will nach einem Rekordjahr seine Expansion in neue Technologien und Märkte vorantreiben. „Wir wollen unsere globale Präsenz ausbauen und da hin, wo wir nicht so stark vertreten sind“, sagte Firmenchef Werner Deggim am Mittwoch auf der ersten Bilanzpressekonferenz nach dem vor rund einem Jahr erfolgten Börsengang des Unternehmens. Dabei würden auch Zukäufe, allerdings eher kleineren Umfangs, eine Rolle spielen.

„Der Markt ist sehr fragmentiert, wir sind mit vielen Übernahmekandidaten in Gesprächen“, erläuterte Deggim. Rund 150 Firmen in allen Regionen der Welt stünden auf der Liste möglicher Akquisitionsziele. Insgesamt habe Norma 100 Millionen Euro für Zukäufe zur Verfügung.

Der in Maintal bei Frankfurt ansässige Konzern stellt unter anderem Schlauch- und Rohrschellen her, die etwa in Autos, Flugzeugen, Abwassersystemen und Waschmaschinen vorkommen. Mehr als 35.000 verschiedene Produkte bietet das in rund 80 Ländern der Welt tätige Unternehmen mit 4250 Mitarbeitern an. Besonderes Augenmerk bei der Expansion liege auf dem asiatisch-pazifischen Raum und auf Südamerika.

Im vorigen Jahr hatte Norma zwei US-Firmen zugekauft und seinen Umsatz um 18,5 Prozent auf 581 Millionen Euro gesteigert. Das um die Kosten des Börsengangs bereinigte operative Ergebnis (Ebita) kletterte um 20 Prozent auf 103 Millionen Euro. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand ein organisches Umsatzplus von drei bis sechs Prozent und eine Ebita-Marge auf dem Niveau der beiden Vorjahre (2011: 17,7 Prozent, 2010: 17,4 Prozent).

„Wir sind gut in das neue Jahr gestartet, die ersten zwei Monate bestätigen unsere Guidance“, sagte Deggim. 2013 soll sich das Umsatzwachstum wieder beschleunigen. Seinen Aktionären will Norma eine Dividende von 60 Cent je Aktie zahlen und auch künftig 30 bis 35 Prozent des Nettogewinns ausschütten.

„Die Höhe der Dividende ist eine Überraschung. Wir hatten mit rund 40 Cent gerechnet“, schrieb Analyst Eerik Budarz von Silvia Quandt Research. Die im SDax gelistete Aktie lag 0,5 Prozent im Plus bei 18,59 Euro - seit Jahresbeginn haben die Titel damit 23 Prozent an Wert gewonnen. Der Ausgabepreis beim Börsengang im April 2012 hatte allerdings bei 21 Euro gelegen.

Von

rtr

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