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03.06.2013

10:10 Uhr

Industriegase-Konzern

Linde baut Amerika-Geschäft aus

Linde expandiert gen Texas: Der deutsche Konzern profitiert vom Schiefergas-Boom in den USA. Das Jahr verläuft für Linde bisher ausgesprochen erfolgreich.

Gasflaschen von Linde werden künftig auch vermehrt in Texas stehen. ap

Gasflaschen von Linde werden künftig auch vermehrt in Texas stehen.

FrankfurtDer Industriegasekonzern Linde will noch stärker vom Schiefergas-Boom in den USA profitieren. Linde will an seinem Standort im texanischen La Porte für mehr als 200 Millionen US-Dollar eine neue Luftzerlegungsanlage und einen neuen Vergaserstrang für die dortige Synthesegas-Produktion errichten, wie die Münchner am Montag ankündigten. Die Anlagen sollen 2015 an den Start gehen. Linde setzt damit auf starke Nachfrage der dort ansässigen Petrochemie-Industrie, die derzeit wegen des günstigen Erdgases in den USA einen Aufschwung erlebt.

Der neue Luftzerleger soll die größte derartige Anlage des Konzerns in den USA werden. Sie soll Sauerstoff und Stickstoff produzieren, die dann für Vergasungsverfahren im angeschlossenen Synthesegaskomplex eingesetzt werden. Dabei wird Erdgas in Synthesegas umgewandelt, woraus Methanol und nachgelagerte Petrochemie-Erzeugnisse bis hin zu Treibstoffen gewonnen werden. Linde setzte 2012 in Nordamerika im Gasegeschäft 2,4 Milliarden Euro um - ein kräftiges Plus von 44,6 Prozent binnen Jahresfrist. Zu dem Umsatzsprung trug auch bei, dass Linde sein Healthcare-Geschäft mit der Übernahme des US-Konzerns Lincare deutlich ausgebaut hatte.

Von

rtr

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