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07.11.2013

09:58 Uhr

Industriekonzern

Kaeser verleiht Siemens neue Zuversicht

Siemens senkte zwei Mal in diesem Jahr seine Prognose. Das kostete Konzernchef Peter Löscher den Job. Fast Hundert Tage danach präsentiert sein Nachfolger Joe Kaeser seine erste Bilanz – und gibt sich optimistisch.

Jahresbilanz

Siemens-Chef Kaeser will handeln

Jahresbilanz: Siemens-Chef Kaeser will handeln

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MünchenSiemens hat sein zuvor bereits zweimal abgesenktes Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2012/13 erreicht. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften liegt bei rund 4,2 Milliarden Euro – und damit rund 200 Millionen Euro über der selbstgesteckten Marke, wie Siemens am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging verglichen mit dem Vorjahr leicht um ein Prozent auf 75,9 Milliarden zurück. Damit erfüllte der Konzern in etwa die Erwartungen der Analysten.

„Mit einem soliden vierten Quartal haben wir ein bewegtes Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen“, sagte Konzernchef Joe Kaeser, der zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt die Jahresbilanz in seiner neuen Rolle vorlegte. Der frühere Finanzvorstand hatte im August Peter Löscher nach der zweiten Gewinnwarnung des Jahres an der Konzernspitze abgelöst.

„Wir sind erheblich unter unserer anfänglichen Jahresprognose geblieben.“ Dazu kamen teure und ärgerliche Probleme wie die Lieferverzögerungen bei den ICE-Zügen für die Deutsche Bahn, der verlustreiche Ausstieg aus dem Solargeschäft oder die Probleme bei der Anbindung von Hochseewindparks an das Stromnetz. „Nun blicken wir nach vorne und konzentrieren uns auf die Maßnahmen zur angestrebten Ergebnisverbesserung, die wir konsequent und besonnen umsetzen.“ Einfacher werde es in den ersten Quartalen für den verzweigten und komplexen Konzern mit vier Sektoren aber sicher nicht.

Die Aktionäre sollen sich nach Kaesers Willen mit einer stagnierenden Dividende von drei Euro je Aktie begnügen. Allerdings will der seit August amtierende Konzernchef die Anteilseigner mit einem Aktienrückkauf verwöhnen. Bis zu vier Milliarden Euro will er dafür in den kommenden zwei Jahren ausgeben.

Für das kommende Jahr steckt der Konzern die Ziele wieder etwas höher – allerdings unter Vorbehalt. Einfacher werde es zunächst nicht, die Märkte blieben für Siemens weltweit herausfordernd. Vorausgesetzt Siemens erreiche im kommenden Jahr einen Umsatz mindestens auf gleichbleibenden Niveau von 76 Milliarden Euro, werde der Gewinn pro Aktie im jüngst gestarteten Geschäftsjahr 2013/14 um mindestens 15 Prozent wachsen. In vergangenen Jahr lag er bei 5,08 Euro je Anteilsschein.

Dabei lasteten zuletzt vor allem die Kosten des Sparprogramms Siemens 2014 auf dem Ergebnis. Alleine im vierten Quartal schlugen sie mit 688 Millionen Euro zu Buche, auf das Jahr gesehen waren es 1,3 Milliarden Euro. Damit dürfte der Großteil verbucht sein und das Renditeziel für 2014 nicht mehr belasten.

Nach dem Sparprogramm 2014 mit einem Abbau von weltweit rund 15.000 Stellen will der Manager die Konzernstruktur weiter umbauen. Neu erfinden, sagte Kaeser in seiner Rede, müsse man Siemens aber nicht. Eine weitere Sparrunde plant der Siemens-Chef jedenfalls nicht. „Ich glaube nicht, dass wir noch einmal solche Kostensenkungsprogramme brauchen“, sagte er Reuters TV. „Langfristig geht es darum, über Innovation zu wachsen und so die Ertragskraft zu sichern.“

Seine konkrete Konzernstrategie werde er im kommenden Frühjahr vorstellen. „Wir wollen nicht nur technisch, sondern auch kommerziell zu den besten Unternehmen gehören“, kündigte der seit 99 Tagen amtierende Siemens-Chef an. Akquisitionen und Verkäufe hängte er dabei tief. „Das Kaufen und Verkaufen von Geschäftsteilen ist kein Wert an sich. Und Geschäftsbereiche abzugeben, nur weil sie nicht laufen, ist keine unternehmerische Leistung.“

Kommentare (5)

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HofmannM

07.11.2013, 10:22 Uhr

Siemens sollte wieder mit der Kernkrafttechnik in die weltweite Energiezukunft einsteigen.
Der Innovationstreiber in der Kraftwerksbranche ist und bleibt nun mal die Kernkrafttechnik!
Auch wenn dies die deutsche Politik nicht so sieht. Weltweit ist die Kernkraft bei den Technikern und Ingenieuren die Nummer Eins. Und die weltweiten Investoren werden vermehrt auf die Kernkraft setzen!

Account gelöscht!

07.11.2013, 12:00 Uhr

Zitat : Kaeser verleiht Siemens neue Zuversicht

Simsalbim....Erbsenzaeler Joe ist da und alles wird wieder gut !

Gute Nacht, SIEMENS !

Der_Konzernstratege

07.11.2013, 13:18 Uhr

Aus Josef Käser ... machte er Joe Kaeser!
So einer hat nicht alle Latten am Zaun. Dazu gehört auch Namenswechsler Bernhard von Mercedes. VW feuerte ihn nach nur 7 Monaten. Kaeser würde im VW Konzern noch nit mal eine Stelle beim Werksschutz bekommen.

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