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05.11.2013

09:38 Uhr

Industriekonzern

RHI senkt Prognose

Die operative Marge des österreichischen Industriekonzerns RHI soll 2013 deutlich sinken. Für das vierte Quartal werden weitere Belastungen von zehn Millionen Euro erwartet. Das hat auch Auswirkungen auf den Börsenkurs.

Die Quartalszahlen internationaler Industrieunternehmen sind durchwachsen. dpa

Die Quartalszahlen internationaler Industrieunternehmen sind durchwachsen.

WienWegen immer noch ungelöster Probleme in seiner neuen Schmelzanlage in Norwegen hat der österreichische Industriekonzern RHI seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Die operative Marge vor Sondereffekten werde 2013 deutlich unter dem Vorjahr liegen, teilte der Wiener Konzern am Dienstag mit. Bisher hatte RHI das Erreichen der Vorjahresmarge von neun Prozent als Herausforderung bezeichnet, aber nicht ausgeschlossen. Nach Sondereffekten soll die Ebit-Marge deutlich über Vorjahr liegen, hier schlägt sich die Beendigung eines Insolvenzverfahrens in den USA positiv nieder. An der Börse rauschten die RHI-Aktien mehr als drei Prozent nach unten.

Im dritten Quartal schrumpfte der operative Gewinn wegen der Probleme in Norwegen, negativen Wechselkurseffekten sowie einer schwächeren Auslastung der Werke um 36 Prozent auf 32,2 Millionen Euro. Die Zahlen lagen unter den Erwartungen: Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem operativen Ergebnis von 36,5 Millionen Euro gerechnet.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Die in Norwegen angefallenen Kosten bezifferte die Firma für das dritte Quartal mit rund zwölf Millionen Euro. RHI-Chef Franz Struzl hatte im September gesagt, dass die Probleme in Norwegen gelöst wären. Nunmehr kündigte das Unternehmen jedoch für das Schlussquartal eine weitere Belastung von rund zehn Millionen Euro an. Derzeit laufe eine Analyse über die Situation in Norwegen.

Von

rtr

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