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31.01.2007

14:34 Uhr

Inside: Beiersdorf

In der Zwickmühle

VonGregory Lipinski

Das Geschäft bei Beiersdorf brummt. Das Hamburger Konsumchemie-Imperium konnte bereits im vergangenen Jahr die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro knacken und mittelfristig dürfte er weiter steigen. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt dem scharfen Restrukturierungskurs von Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas zu verdanken.

HAMBURG. Nivea fürs Gesicht, Hansaplast für kleine Wunden oder Tesa zum Basteln – weltweit vertreibt das Hamburger Konsumchemie-Imperium Beiersdorf eine bunte Produktpalette. Und das Geschäft mit Cremes, Pflastern und Klebstoffen läuft sehr gut. Im vergangenen Jahr knackte der Kosmetik- und Hautpflegekonzern bereits die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro. Auch der Ertrag kann sich sehen lassen: Der Jahresüberschuss verdoppelte sich.

Mittelfristig dürften Umsatz und Ergebnis weiter steigen. Denn seit dem vergangenen Jahr steuert Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas einen scharfen Restrukturierungskurs. Quaas verkürzt die Lieferkette, baut Lagerbestände ab, verbessert den Einkauf. Konsequenterweise trennt er sich auch von Randbereichen. So verkauft er beispielsweise die Seifenfabrik Hirtler. Zudem treibt Quaas das organische Wachstum voran. Dabei setzt er unter anderem verstärkt auf Innovationen wie beispielsweise neue Antifalten-Cremes. Außerdem vergrößert er die bestehenden Markenfamilien mit Zusatzprodukten.

Doch der norddeutsche Schönheitsriese könnte bei Umsatz und Ertrag in größere Dimensionen vorstoßen. Denn Beiersdorf verfügt über eine gut gefüllte Kriegskasse. Derzeit ließen sich Kapitalmittel zwischen drei bis vier Milliarden Euro mobilisieren, nähme der Konzern zusätzliches Fremdkapital auf.

Zudem sitzt der Nivea-Hersteller auf knapp zehn Prozent der eigenen Aktien. Derzeit bewertet die Börse die Anteile mit deutlich mehr als 1,2 Milliarden Euro. Doch nach dem überraschenden Ausstieg der Stadt Hamburg als Anteilseigner vor wenigen Wochen könnte sich das Paket weiter verteuern. Denn Beiersdorf hat gute Chancen, in den Aktienolymp Dax aufzusteigen.

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