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25.01.2008

08:48 Uhr

Inside: Norddeutsche Afiinerie

Hat Kovats zu hoch gepokert?

VonMarkus Hennes

Im Handstreich wollte Kovats den größten europäischen Kupferproduzenten unter seine Kontrolle bringen und so die Neuordnung der Branche mitgestalten. Jetzt muss der Chef und Großaktionär des Wiener Mischkonzerns A-Tec allerdings erkennen, dass die Hamburger hohe Abwehrhürden errichtet haben.

DÜSSELDORF. Es sieht nicht gut aus für Mirko Kovats. Der umtriebige österreichische Investor hat die Führungsmannschaft der Norddeutschen Affinerie (NA) offenbar unterschätzt. Quasi im Handstreich wollte Kovats den größten europäischen Kupferproduzenten unter seine Kontrolle bringen und so die Neuordnung der Branche mitgestalten.

Jetzt allerdings muss der Chef und Großaktionär des Wiener Mischkonzerns A-Tec erkennen, dass die Hamburger hohe Abwehrhürden errichtet haben. Und obendrein muss er verhindern, dass sein eigenes Unternehmen als Folge seiner riskanten Manöver in eine Schieflage gerät.

Der kräftige Kursanstieg der A-Tec-Aktie gestern ändert nichts daran: Der Börsenwert von Kovats? Industrieholding ist seit Anfang November fast 70 Prozent abgesackt. Nach 1,1 Mrd. Euro vor drei Monaten bringt das Unternehmen aktuell nur noch 350 Mill. Euro auf die Waage.

Den Anlegern ist offenbar klargeworden, dass die A-Tec nicht auf Rosen gebettet ist. Besorgniserregend erscheint insbesondere der starke Anstieg der Nettofinanzschulden. Sie erhöhten sich von 66,9 Mill. Euro Ende 2006 auf 542,9 Mill. Euro Ende September 2007. Was zum Großteil daran liegt, dass A-Tec die Aktienkäufe bei der belgischen Kupferhütte Cumerio und bei der NA, die wiederum Cumerio übernehmen will, mit Krediten finanziert hat. 340 Mill. Euro dürfte A-Tec für beide Transaktionen bezahlt haben.

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