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12.01.2012

20:39 Uhr

Insider-Information

Bis Montag Entscheidung über Manroland

Bis zum Monatsende zahlt die Arbeitsagentur die Löhne für die Mitarbeiter des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland. Wie es dann weitergeht ist bisher ungewiss, doch am Wochenende könnte der Hammer fallen.

Das Werk des Druckmaschinenherstellers Manroland. dpa

Das Werk des Druckmaschinenherstellers Manroland.

FrankfurtSpätestens Anfang kommender Woche sollen die 6500 Mitarbeiter von Manroland Gewissheit über ihre Zukunft haben: Über das Wochenende will Insolvenzverwalter Werner Schneider entscheiden, wer den Zuschlag für die Werke des insolventen Druckmaschinenherstellers in Augsburg, Plauen und Offenbach bekommt, wie zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Für Dienstag hat die IG Metall in Augsburg bereits zu einer Betriebsversammlung eingeladen. Dann wolle Schneider Farbe bekennen, wie viele Arbeitsplätze unter dem oder den neuen Eigentümern erhalten werden können. Gewerkschafter befürchten, dass bis zur Hälfte der Stellen gestrichen werden könnten.

Der Neu-Ulmer Insolvenzverwalter hatte angekündigt, den Konzern bis Ende des Monats verkauft zu haben. Dann endet das vorläufige Insolvenzverfahren, in dem die Arbeitsagentur die Löhne für die Manroland-Mitarbeiter zahlt. Anschließend müsste der Insolvenzverwalter auf eigene Rechnung weiter produzieren. Eine Aufspaltung in das Geschäft mit Bogendruck- (in Offenbach) und Rollendruck-Maschinen (Augsburg) sei dabei wahrscheinlich.

Die Gewerkschaft hofft für Augsburg auf einen angesehenen industriellen Investor aus Deutschland, mit dem die Verhandlungen vielversprechend liefen. Als heißer Interessent für Teile von Manroland gilt aber weiter auch der chinesische Industriekonzern Shanghai Electric, dem bereits der US-Zeitungsdruckmaschinen-Hersteller Goss gehört. Das Werk in Plauen soll einem der beiden anderen Standorte zugeschlagen werden.

Der Finanzinvestor Allianz Capital Partners und der Alteigentümer MAN hatten bei der notorisch defizitären Manroland im November die Reißleine gezogen und den weltweit zweitgrößten Druckmaschinenbauer in die Insolvenz geschickt. Sie wollen 24 Millionen Euro für eine Qualifizierungsgesellschaft bereitstellen, in der die Manroland-Beschäftigten vorübergehend unterkommen sollen, die ihren Arbeitsplatz verlieren.

Von

rtr

Kommentare (1)

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oldendorp

13.01.2012, 16:48 Uhr

..
MANROLAND INSOLVENZ
..
..
es ist bitter.. aber wahr..!!
die insolvenz von MANROLAND kann zu einem aufschwung
in der druckmaschinenindustrie führen..
..
seit jahren gibt es überkapazitäten in diesem zweig
des maschinenbaus..
..
hinzu kam ein ruinöser preiskampf, der die drei deut-
schen unternehmen jahrelang in die roten zahlen trieb.
..
zudem ist die ALLIANZ an beiden unternehmen beteiligt,
wenn auch einmal nur in form ihrer fondgesellschaft..
..
eine marktbereinigung - wäre aus sicht des marktes die
beste lösung - auffanggesellschaften verzögern die zer-
schlagung nur..
..
profiteur dieser pleite ist der weltmarktführer - uz.
HEIDELBERGER DRUCK - selbst seit jahren mit problemen
kämpfend - aber mit deutlichen anzeichen - wieder po-
sitive zahlen liefern zu können..
..
erste ergebnisse werden sicherlich auf der DRUPA messe
im mai zu sehen sein...
..
diese entwicklung wurde zt. im kurs schon eingepreist
und die analysten haben die aktie wiederentdeckt und
hochgestuft..
..


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