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29.01.2014

16:39 Uhr

Insiderberichte

Kritik an Lkw-Vorstand von Volkswagen wächst

Die Lkw-Allianz von MAN und Scania stockt. Nun melden sich Insider zu Wort und kritisieren: Volkswagen-Lkw-Boss Östling sei wenig visionär. Es wird sogar schon ein Name eines potentiellen Nachfolgers gehandelt.

MAN-Lkws: VW-Insider bemängeln, wie aus Scania und MAN eine Einheit entstehen solle, bleibe bislang im Dunkeln. dpa

MAN-Lkws: VW-Insider bemängeln, wie aus Scania und MAN eine Einheit entstehen solle, bleibe bislang im Dunkeln.

HamburgVolkswagen-Lkw-Vorstand Leif Östling gerät Firmenkreisen zufolge in die Kritik. Es gebe große Unzufriedenheit wegen des Stillstands in der Allianz von MAN und Scania, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Ein weiterer Insider sprach von wachsendem Unmut in der Konzernspitze von Europas größtem Autobauer. Östling fehle es an Visionen, um einen schlagkräftigen Verbund aus den beiden selbstbewussten Lkw-Konzernen zu formen. Volkswagen wollte sich dazu nicht äußern. Östling selbst war für Reuters nicht zu sprechen.

Nach mehr als einem Jahr Amtszeit hätte man von Östling eigentlich eine Strategie für das Jahr 2020 erwartet, sagte einer der Insider. Stattdessen hätten Führungskräfte der beiden Lkw-Bauer bei einer Präsentation vor dem Management in Wolfsburg vor einigen Monaten berichtet, wie sie die Zusammenarbeit vorantreiben wollten. „Warum erzählt uns Östling das nicht selbst?“, fragte der Insider.

Beide Lkw-Marken für sich schlügen sich gut. Wie daraus jedoch eine Einheit entstehen solle, bleibe bislang im Dunkeln. Der aus Schweden stammende ehemalige Scania-Chef poche stattdessen bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Eigenständigkeit der Marken und betone die Unterschiede zum Pkw-Geschäft. Die Konzernspitze hätte erwartet, dass Östling und sein aus gut einem Dutzend Mitarbeiter bestehendes Team sich Gedanken über die künftige Entwicklung machten: „Brauchen wir etwas in den USA, was machen wir in China?“, seien zentrale Fragen für die Lkw-Allianz.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Bei VW gebe es auch wachsende Vorbehalte gegen Östling, weil dieser nach Meinung einiger Manager langfristige Synergien in Forschung und Entwicklung nicht wirklich fördere, hieß es von den Insidern weiter. Dadurch konzentriere man sich derzeit auf kurzfristige Erfolge beim gemeinsamen Einkauf von Materialien, wo VW in diesem Jahr mehr als 200 Millionen Euro einsparen will.

Dieses zunächst grob gesteckte Ziel hatte der Konzern bereits 2011 für die nächsten drei bis fünf Jahre ausgegeben und es jüngst für 2014 konkretisiert. Von den einst von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ins Spiel gebrachten Synergieeffekten von einer Milliarde Euro ist längst keine Rede mehr.

Kommentare (1)

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Nachwuchs

29.01.2014, 19:27 Uhr

Stillstand??? Ich möchte die Einkünfte/Boni für das "Versagen" sehen!!!

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