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27.01.2012

13:49 Uhr

Insiderinformation

Entscheidung über Verkauf von Thyssen-Sparte in Kürze

Der Konkurrent Outokumpu verhandelt unter Zeitdruck mit den Arbeitnehmern in der Edelstahlsparte von Thyssen-Krupp. Bisher haben sie einem Verkauf nicht zugestimmt, doch schon bald soll der Aufsichtsrat entscheiden.

Ein Arbeiter bewegt Kran in einer Feuerverzinkungsanlage von Thyssen Krupp. dpa

Ein Arbeiter bewegt Kran in einer Feuerverzinkungsanlage von Thyssen Krupp.

DüsseldorfDie Verhandlungen über einen Verkauf der Edelstahlsparte des Thyssen-Krupp-Konzerns an den finnischen Konkurrenten Outokumpu stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Der Essener Konzern plane für die kommende Woche eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung, in der über die Veräußerung entschieden werden solle, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag Reuters. Das Kontrollgremium werde möglicherweise am 31. Januar zusammentreten, sagte ein weiterer Insider.

Die Transaktion ist indes noch nicht in trockenen Tüchern - denn die mächtige Arbeitnehmerseite habe den Plänen noch nicht zugestimmt. Thyssen-Krupp, Outokumpu und die Arbeitnehmer verhandelten nun unter „großem Zeitdruck“ über die Veräußerungspläne, die vorsähen, dass Thyssen-Krupp eine Mehrheitsbeteiligung an der Edelstahlsparte an die Finnen abgibt. Die Arbeitnehmer fürchten, dass zwei Werke der Sparte in Bochum und Krefeld geschlossen werden könnten - Hunderte von Arbeitsplätzen stünden dann auf der Kippe.

„Die Verhandlungen mit Outokumpu und der Arbeitnehmerseite laufen weiter“, sagte ein Thyssen-Krupp-Sprecher. Sie würden „ergebnisoffen“ geführt. „Vor einer Aufsichtsratssitzung brauchen wir eine Einigung“, fügte der Sprecher hinzu. Ein Outokumpu-Sprecher sagte, der Konzern befinde sich weiterhin im Prüfungsprozess.

ThyssenKrupp muss sich nach dem Willen der Arbeitnehmer an dem neuen Unternehmen beteiligen. „ThyssenKrupp muss mindestens 30 Prozent an dem neuen Geemeinschaftsunternehmen halten“, sagte der IG-Metall-Vertreter und Vize-ThyssenKrupp-Aufsichtsratchef Bertin Eichler am Freitag in Bochum der Nachrichtenagentur Reuters. Die Arbeitnehmerseite fordere zudem von Outokumpu einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und klare Zusagen zur Zukunft der deutschen Standorte. „Ein industrielles Konzept muss auf den Tisch“, forderte Eichler.

Die Arbeitnehmerseite verhandle derzeit mit dem finnischen Konzern. Die Gespräche sollten noch am Freitag gegen 16.00 Uhr fortgesetzt werden. Er hoffe auf Fortschritte am Wochenende, sagte Eichler. Die Arbeitnehmervertreter stehen dabei unter hohem Zeitdruck. ThyssenKrupp habe für Dienstag zu einer außerordentlichen Aufsichtsratsitzung eingeladen, bei der konkrete Beschlüsse zur Zukunft der Edelstahlsparte gefällt werden sollen.

Kommentare (2)

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HWK

27.01.2012, 11:17 Uhr

Respekt, in einem Artikel ThyssenKrupp 3 mal anders zu schreiben ist schon eine stolze Leistung!
Wann merkt das HB eigentlich mal endlich, dass der Konzern ThyssenKrupp heisst und nicht Thyssen-Krupp!

Account gelöscht!

27.01.2012, 20:32 Uhr

Warum nicht in "Visslingen", Herr Hiesinger

Aluminium zu verarbeiten ist extrem energieintensiv.

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