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29.03.2012

16:13 Uhr

Insolvente Bäckerei

Ostendorf holt sich Müller-Brot zurück

Der Gläubigerausschuss der insolventen Großbäckerei nahm das Angebot der Investorengruppe um den früheren Eigentümer an. Die Mitarbeiter kann das nur wenig freuen. Mindestens 700 Arbeitsplätze werden wegfallen.

Mitarbeiter von Müller-Brot demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. dpa

Mitarbeiter von Müller-Brot demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

NeufahrnDer frühere Eigentümer Klaus Ostendorf kauft die insolvente Großbäckerei Müller-Brot zurück. Rund 700 Mitarbeiter werden dennoch ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Gläubigerausschuss des Unternehmens entschied sich für das Angebot einer Investorengruppe um Ostendorf, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatten bereits „Abendzeitung“ und „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Neben dem Firmengelände in Neufahrn bei Freising übernimmt Ostendorf auch 151 der 230 Filialen. Er wolle schnellstmöglich eine Produktionsgenehmigung bekommen, teilte Ampferl weiter mit. Der Neustart solle bereits zum 1. April erfolgen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

„Der Verkauf ist vor dem Hintergrund der Ausgangssituation ein Erfolg für alle, für die Gläubiger ebenso wie für die Mitarbeiter“, sagte Ampferl laut Mitteilung bei einer Betriebsversammlung. Von den knapp 1.100 Mitarbeitern können aber nur „bis zu 400 Mitarbeiter übernommen werden“, teilte er weiter mit. Die von Kündigung betroffenen Beschäftigten würden umgehend freigestellt.

Müller-Brot kämpft seit langem mit massiven Hygieneproblemen. Zuletzt hatte das Landratsamt Freising vor eineinhalb Wochen den seit 30. Januar bestehenden Produktionsstopp verlängert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Businessmen

29.03.2012, 19:19 Uhr

So entschuldet man sich billig!
Bisher war Ostendorf zu 60% an Müllerbrot beteiligt das die Löhne der Arbeiter auch schon vor dem Ungeziferskandal nur noch mit Verzögerung bezahlen konnte.
Nach der Insolvenz kauft sich Ostendorf das Unternehmen zurück. Die Commerzbank beibt, nachdem sie beim vorherigen Besitzerwechsel schon auf mal 25 Mio. verzichten musste, auf dem Schaden sitzen.
Und alles nur weil man keine Ungezieferbekämpfung durchführte und den Laden verdrecken lies.
Das nennt man erfolgreiches Business!

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