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14.09.2012

10:16 Uhr

Insolvente P+S-Werften

Geschäftsführer verlässt das Unternehmen

Die Insolvenz für die P+S-Werften ist nicht mehr abwendbar. Für Geschäftsführer Rüdiger Fuchs ist dies der Zeitpunkt zu gehen. Dabei rückte war er erst Anfang August auf den Posten gerückt.

Rüdiger Fuchs war nur kurze Zeit Geschäftsführer der P+S-Werften. dpa

Rüdiger Fuchs war nur kurze Zeit Geschäftsführer der P+S-Werften.

StralsundDer Geschäftsführer der P+S-Werften, Rüdiger Fuchs, ist nicht mehr an Bord der zahlungsunfähigen Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast. Der Vertrag mit Fuchs wurde aufgelöst. „Nachdem klar ist, dass sich eine Zukunft für die P+S Werften nicht ohne Insolvenz gestalten lässt, möchte ich das weitere Verfahren nicht begleiten, da es mein berufliches Ziel ist, als Führungskraft und Geschäftsführer zu arbeiten, aber nicht dauerhaft Teil eines Insolvenzteams zu sein“, erklärte Fuchs. Fuchs, der in der Belegschaft großen Rückhalt genoss, war erst seit Anfang August als Vorsitzender der Geschäftsführung tätig, um die Werften wieder auf Kurs zu bringen. Seit Ende August wird die Werft aber durch einen vorläufigen Insolvenzverwalter geführt.

Zudem hat die Reederei DFDS den Auftrag über zwei Spezialfrachter im Wert von 134 Millionen Euro storniert. „Die Schiffe werden mit massiver Verspätung erst im Mai und September 2013 fertig“, sagte DFDS-Sprecher Gert Jakobsen. Das sei äußerst problematisch für DFDS. Zudem befürchtet die Reederei ebenfalls, dass die Frachter schwerer sind als geplant.

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Möglicherweise verhandelt DFDS jetzt über deutliche Preisnachlässe. Wie Jakobsen weiter sagte, hat die dänische Reederei bereits mehr als die Hälfte der 134 Millionen Euro gezahlt. Die Zahlungen seien über Bankgarantien gesichert. DFDS wolle sich das Geld nach der Kündigung der Verträge zurückholen. „Dann haben wir eine neue Grundlage, mit vermindertem Risiko mit der Werft zu sprechen“, sagte der DFDS-Sprecher.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Coza

14.09.2012, 11:40 Uhr

Es ist wie immer, die Ratten verlassen das sinkende Schiff, ohne finanziell für ihre Fehler und ihr Missmanagement zur Verantwortung gezogen zu werden. Es bleib zu hoffen, dass niemand so einen Pleitemanager nimmt.

Epinephrine

21.09.2012, 17:36 Uhr

Naja, wenn er im August anfängt, wird er nicht bis Ende August als Pleitemanager einen gesunden Laden hingerichtet haben... Er hat wohl einfach festgestellt, dass da nix zu retten ist.
Vorher bei der Sietas hat er auch erst angefangen als die schon deutlich kaputt war...
In diesem Fall würd ich mal eher über seine Vorgänger schimpfen ;)

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