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21.08.2012

11:47 Uhr

Insolvente Solarfirma

Sovello kündigt allen Mitarbeitern

Nun hat es erneut einen Solarkonzern getroffen: Insolvent war Sovello schon seit längerem. Nun muss das Bitterfelder Unternehmen die Produktion stilllegen und allen Beschäftigten kündigen.

Blick auf den Firmensitz des Solarunternehmens Sovello. dpa

Blick auf den Firmensitz des Solarunternehmens Sovello.

Bitterfeld-Wolfen/FrankfurtDer insolvente Solarmodul-Hersteller Sovello steht vor dem Aus: Zwar hofft Insolvenzverwalter Lucas Flöther immer noch auf einen Investor, die verbliebenen rund 500 Mitarbeiter müssen allerdings zum Arbeitsamt. Flöther teilte am Dienstag mit, Sovello werde ab 27. August seine Produktion vorerst ruhen lassen und den Mitarbeitern kündigen.

Der größte Teil von ihnen werde ab September freigestellt. "Eine Fortsetzung der Produktion würde nur zu noch mehr Verlusten führen, eine Rettung des Unternehmens wäre dann nicht mehr zu schaffen", betonte Flöther. Er kündigte an, die Investorengespräche fortzusetzen, dämpfte aber die Erwartungen: Angesichts der angespannten Lage der Solarbranche sei die Investorensuche schwierig.

Sovello, früher im Anteilsbesitz des inzwischen ebenfalls insolventen Solarkonzerns Q-Cells und der norwegischen Renewable Energy, hatte Mitte Mai seine Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Das Unternehmen, das inzwischen dem Finanzinvestors Ventizz gehört, strebte zunächst eine Sanierung in Eigenregie an, bei der das bisherige Management am Ruder geblieben wäre.

In den zweieinhalb Monaten bis zur Insolvenzeröffnung hatte sich die Situation jedoch so verschlechtert, dass das zuständige Amtsgericht eine Fortsetzung der Eigenverwaltung ablehnte und Flöther als Insolvenzverwalter einsetzte.

Die Einrichtung einer Transfergesellschaft für die 500 bereits entlassenen Mitarbeiter aus dem sogenannten Solarvalley in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) wurde wegen fehlender Mittel Anfang August vom Gläubigerausschuss abgelehnt.

Von

rtr

Kommentare (15)

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climategate

21.08.2012, 07:52 Uhr

Die Solarblase ist geplatzt, die Energiewende kostet Arbeitsplätze. Mit Nachhaltigkeit wurde geworben, es war eine Luftblase wo nur kurz Zuschüsse kassiert wurden. Wenige machten schnelles Geld, Investoren verloren viel Geld, die Energieverbraucher werden jahrzehntelang für die verfehlte Politik zahlen dürfen.
Nicht nur mit dem Euro sind wir in der Sackgasse, auch mit den Kosten für die Lebenshaltung, insbesondere Energie. Schade um die verlorenen Arbeitsplätze, es werden noch viele folgen.

omegalicht

21.08.2012, 08:18 Uhr

Vielleicht sollten die Hersteller und Gemeinden in deutsche Technik investieren.
Die Kraftwerke ( Solar ) sind doch fast alle in China hergestellt.
Schöne grüne Welt !
Der deutsche Steuerzahler wird es schon richten - und den neuen chinesischen Investoren - auch weiterhin Geld in den kommunistischen Rachen werfen.

Account gelöscht!

21.08.2012, 08:52 Uhr

Unternehmen, die nur existieren, weil es Subventionen gibt, werden auf kurz oder lang immer sterben. Und das ist auch gut so.

Schluss mit der teuren Energiewende!

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