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19.12.2011

15:23 Uhr

Insolvenz

General Motors soll Saab in den Abgrund gestoßen haben

Der schwedische Autobauer Saab hat Insolvenz angemeldet - und ein Totengräber ist bereits ausgemacht. Die einstige Mutter General Motors soll Saab letztlich ins Aus bugsiert haben.

Aus für Saab

Video: Aus für Saab

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Stockholm/KopenhagenDas Aus für Saab hat Branchenkenner alles andere als überrascht, aber eine Hauptperson kurz vor Weihnachten offenbar doch unvorbereitet getroffen. „Ich bin verzweifelt und zornig“, rief der bisherige Eigner und Konzernchef Victor Muller am Freitag dem Lokalreporter von „ttela“ in Trollhättan auf dem Weg zum Konkursrichter zu.

Muller machte den früheren Saab-Eigner General Motors (GM) als „Totengräber“ aus: Mit dem Nein von GM am Wochenende zu Produktionslizenzen für die Ex-Tochter sei der chinesische Youngman-Konzern verjagt worden, der einen Neustart im schwedischen Trollhättan samt Expansion in Fernost finanzieren wollte.

GM hatte am Wochenende erklärt, man könne keinen der bisher vorgeschlagenen Rettungspläne unterstützen. Der US-Konzern beliefert Saab mit Teilen und befürchtet die illegale Weitergabe von Technologie durch die Chinesen.

Der Niederländer Muller blieb mit seinem Fluchen indes allein. Nach knapp zwei Jahren unter Mullers Führung mit immer neuen Plänen und potenziellen Partnern, aber ohne konkrete Ergebnisse und vor allem ohne Einnahmen erstaunte die Experten eher, wie lange immer neue Versprechungen ohne Folgen die Gläubiger zum Stillhalten gebracht haben.

Saab-Arbeiter Mattias Larsson sagte im Rundfunksender SR: „So richtig überraschend ist das Ende ja nun nicht gekommen.“ Larsson wartet wie alle Saab-Beschäftigten seit Ende November auf seinen Lohn für den Weihnachtsmonat.

Der Chef des Saab-Eigentümers hatte am Montag beim Distriktgericht Vänersborg den Insolventantrag eingereicht. Swedish Automobile erklärte, das niederländische Unternehmen habe sich zu diesem Schritt entschieden, nachdem der vorherige Saab-Besitzer General Motors (GM) am Samstag alle Rettungspläne für den angeschlagenen Autohersteller zurückgewiesen hatte. Es werde erwartet, dass das Gericht dem Insolvenzantrag zustimmt.

Kommentare (6)

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Birgit

19.12.2011, 11:11 Uhr

Endlich ist diese Konkursverschleppung zu Ende.

Account gelöscht!

19.12.2011, 11:54 Uhr

Das ist das Ergebnis von zu hohen Lohn/Lohnnebenkosten ,von zu hohen Produktionskosten die das Produkt dermaßen überteuert werden ließ , das es nicht mehr verkauft werden konnte !
In Deutschland wird Opel folgen , hier verschärft sich das Problem jedoch durch die überhöhten Energiekosten die der Atomausstieg nach sich zog .
Opel ist schon heute Tod , die Beerdigung folgt natürlich mit angemessenem zeitlichen Abstand .

Account gelöscht!

19.12.2011, 12:26 Uhr

An der geringeren Nachfrage hier in Deutschland kann es nicht liegen? Die Unternehmen arbeiten zunehmend mit Arbeitssklaven von Leiharbeitsfirmen - die können sich diese Autos nicht mehr leisten.

Lohnnebenkosten fallen ebenfalls.

Das mit den Energiekosten ist Blödsinn. Für Großabnehmer werden die Steigerungen durch die Bürger aufgefangen.Dank Schwarz-Geld-Regierung werden auch hier die Lasten dem Bürger aufgedrückt.

Nicht den Schwachsinn von BLÖD-Zeitung und Co. nachplappern - selbst beobachten und denken.

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