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20.12.2012

17:27 Uhr

Investitionen

China will mehr Kion-Aktien kaufen

China will über den staatseigenen Konzern Weichai Power seine Investitionen in Deutschland weiter ausbauen. Gerade erst sicherte sich das Unternehmen weitere Zugriffsrechte für Anteile am Gabelstaplerhersteller Kion.

Ein Gabelstapler der zur Kion-Gruppe gehörenden Marke Still. China hat starkes Interesse am Konzern. dpa

Ein Gabelstapler der zur Kion-Gruppe gehörenden Marke Still. China hat starkes Interesse am Konzern.

WiesbadenChina will eine seine bisher größte Investition in Deutschland weiter ausbauen. Der Staatskonzern Weichai Power sicherte sich das Zugriffsrecht auf weitere 3,3 Prozent Aktien des Gabelstaplerherstellers Kion, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Wiesbaden mit. Bislang halten die Chinesen 25 Prozent. Im Fall eines Börsengangs ergebe sich eine weitere Option auf 5,0 Prozent der Aktien. Über den Börsengang sei aber noch nicht entschieden, sagte ein Firmensprecher der dpa. Weichai Power könnte dann bis zu 33,3 Prozent am weltweit zweitgrößten Hersteller von Gabelstaplern halten.

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Die Verkaufszahlen in der Gabelstaplerbranche sind weltweit rückläufig, doch Kion schafft es trotzdem, eine satte Umsatzsteigerung in den ersten drei Quartalen zu verbuchen. Auch der bereinigte Gewinn stieg kräftig an.


Eine 70-Prozent-Mehrheit übernehmen die Chinesen an der Hydraulik-Sparte von Kion. In Aschaffenburg wollen sie bis 2015 eine neue Fabrik bauen. Alle 1400 betroffenen Arbeitskräfte hätten einem Wechsel zu dem neuen Unternehmen Linde Hydraulics zugestimmt, sagte der Sprecher. Weichai Power war Ende August für 476 Millionen Euro bei Kion eingestiegen.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen

Putzmeister

Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar 2012 das schwäbische Unternehmen für gut 320 Millionen Euro.

Kiekert

Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt 2012 den Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme aus Heiligenhaus (NRW).

Schwing

Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April 2012 Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers. Der Verkaufspreis des Herner Unternehmens soll bei rund 300 Millionen Euro liegen.

Kion

2012 steigt der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power beim Gabelstaplerhersteller Kion ein. Die Chinesen kaufen zunächst für 467 Millionen Euro 25 Prozent an Kion und steigern 2015 ihren Anteil auf 38,25 Prozent. Außerdem erhält der Investor für 271 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an der Hydrauliksparte Kions.

Solibro

Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni 2012 den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

Sunways

Der Konstanzer Photovoltaik-Konzern ging 2012 zum Schnäppchenpreis an den chinesischen Solarriesen LDK Solar. Doch 2013 und 2014 reichte Sunways jeweils einen Insolvenzantrag ein. Teile des Unternehmens wurden in der Folge an den chinesischen Solarkonzerns Shunfeng verkauft.

Tailored Blanks

Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Koki Technik Transmission Systems

Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Hilite

Avic übernimmt 2014 für 473 Millionen Euro den deutschen Autozulieferer.

Krauss-Maffei

Im Januar 2016 verkauft Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

EEW

Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft im Februar 2016 den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Milliarden Euro. Verkäufer ist der schwedische Investor EQT. EEW hat nach eigenen Angaben 1050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte.

Manz

Die Shanghai Electric Group steigt im Frühjahr mit Anteilen von etwa 20 Prozent bei dem angeschlagenen Maschinenbauer ein.

Kuka

Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie. Der chinesische Midea-Konzern hat Kuka ein Übernahmeangebot im Umfang von 4,5 Milliarden Euro gemacht und mit dessen Hilfe knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile übernommen.

Von

dpa

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