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10.02.2012

11:48 Uhr

Investitionen geplant

Hoher Ölpreis fördert Totals Ergebnis

Der Ölkonzern Total hat im vierten Quartal einen Gewinn von 2,72 Milliarden Euros verzeichnet, 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Nun will das Unternehmen weiter investieren.

Total-Zentrale in Berlin. ap

Total-Zentrale in Berlin.

ParisDer französische Mineralölkonzern Total hat im vergangenen Quartal seinen Gewinn um 13 Prozent gesteigert. Wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, lag der bereinigte Nettogewinn bei 2,29 Milliarden Euro im vierten Quartal 2011. Für das gesamte Jahr wies Total einen Gewinn von 12,3 Milliarden Euro aus. Der Vorstandsvorsitzende Christophe de Margerie führte das gute Ergebnis auf den hohen Ölpreis zurück. In diesem Jahr werde das Unternehmen 20 Milliarden Euro investieren. Zudem werde die Erschließung des Pazflor-Ölfeldes in Angola 2012 für einen Anstieg der Produktion sorgen. Die Dividende setzte Total ohne Änderung zum Vorjahr auf 2,28 Euro fest.

Konzernchef de Margerie wies vor Journalisten die „Hirngespinste“ eines „unverschämt  hohen Gewinns“ zurück. „Unser Gewinn ist mehr als nützlich und sichert vor allem unsere Investitionen“, sagte er. In diesem Jahr wolle Total rund 20 Milliarden Dollar (rund 15 Milliarden Euro) investieren gegenüber 22  Milliarden Dollar (rund 16,6 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr.

Dennoch hinkt Total mit diesem Ergebnis beim zugrundeliegenden Gewinnwachstum in Dollar mit sechs Prozent recht deutlich hinter seinen Rivalen hinterher: BP steigerte den Profit zuletzt um 14 Prozent und Shell sogar um 18 Prozent.

Total-Aktien gaben in Paris in einem schwächeren Gesamtmarkt 1,2 Prozent nach.

Total will nach einem Gewinnanstieg dank höherer Ölpreise mehr investieren. Allein in diesem Jahr will der Ölmulti nach Angaben vom Freitag zur Sicherung zukünftiger Gewinne 20 Milliarden Euro anlegen. Bis 2014 soll diese Summe im Schnitt auf jährlich 23 Milliarden steigen. Shell und BP haben ebenfalls ihre Investitionspläne zuletzt nach oben geschraubt. Viele Anleger fürchten bereits, dass diese Milliardensummen nicht den erhofften Profit abwerfen werden, weil die Gewinnspannen bei vielen neuen Projekten relativ dünn sind.

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