Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2004

15:13 Uhr

Investitionsfalle droht

S&P warnt vor Risiken im China-Geschäft

Alle global agierenden Autokonzerne drängen in das Wachstumsmekka China - angesichts der gesättigten Märkte in Europa, Japan und Nordamerika.

HB FRANKFURT. Doch hinter den enormen Investitionsplänen lauern erhebliche Risiken. Darauf hat die internationale Ratingagentur Standard&Poor's (S&P) in einer am Mittwoch in Frankfurt vorgelegten Studie hingewiesen. Die größte Gefahr sieht S&P im Aufbau riesiger Überkapazitäten.

Obwohl der Autoabsatz in den ersten drei Quartalen 2003 um knapp 70 Prozent auf 1,34 Mill. Einheiten gestiegen ist, konnten die bereits installierten Kapazitäten von gut zwei Millionen Fahrzeugen nicht ausgelastet werden, betonte S&P-Expertin Maria Bissinger. Die Investitionspläne der großen Autokonzerne sehen - zusammen mit den lokalen Partnern - bis 2010 den Ausbau der Gesamtkapazitäten auf acht Millionen Einheiten pro Jahr vor. „Dies kann mittel- bis langfristig zu einem erheblichen Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage führen“, mahnt Bissinger.

Auch die erhofften Gewinne sind nicht garantiert. Derzeit werden im Reich der Mitte Personenwagen immer noch deutlich teurer verkauft als auf dem Weltmarkt. Der zunehmende Konkurrenzdruck im Inland sowie die Öffnung Chinas für Importe dürften nach Einschätzung von S&P die Profitabilität aber nachhaltig schmälern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×