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14.02.2012

16:31 Uhr

Investitionspläne

Maschinenbauer Voith treibt Expansion in China voran

Das schwäbische Familienunternehmen Voith will die Zahl der Mitarbeiter in China von derzeit 3000 auf 5000 im Jahr 2016 erhöhen. Erstmals nimmt das Unternehmen auch einen Kredit in chinesischer Währung auf.

Bei Voith Turbo wird an einem Schiffsantrieb gebaut. dpa

Bei Voith Turbo wird an einem Schiffsantrieb gebaut.

Der Maschinen- und Anlagenbauer Voith will mit umfangreichen Investitionen seine Expansion auf dem Wachstumsmarkt China vorantreiben. Rund 400 Millionen Euro hat das schwäbische Familienunternehmen in den nächsten Jahren für den Ausbau seiner Geschäfte dort vorgesehen, wie Voith am Dienstag mitteilte. Der Konzern rechnet sich erhebliche Chancen in China aus.

„Dieses Potenzial werden wir nur dann voll entfalten, wenn wir einen immer größeren Teil dessen, was am Markt benötigt wird, auch vor Ort produzieren“, sagte Voith-Chef Hubert Lienhard. Der 1867 in Heidenheim gegründete Konzern, der beispielsweise in den Feldern Papiermaschinen, Wasserkraftwerke und Industrie-Dienstleistungen aktiv ist, will unter anderem seine Fertigung für den chinesischen Markt erweitern. Die Zahl seiner Beschäftigten im Reich der Mitte will Voith bis 2016 auf 5000 von derzeit 3000 erhöhen.

Fakten zu den Weltwährungen

Noch dominiert der Dollar

Der Dollar hat derzeit noch den größten Anteil an den internationalen Währungsreserven (61,4 Prozent). Darauf folgt der Euro mit 27,0 Prozent Anteilen. Das Pfund besitzt 4,1 Prozent Anteile an den internationalen Währungsreserven, der Yen 3,6 Prozent und 3,9 Prozent teilen sich sonstige Währungen.

Devisentransaktionen

85 Prozent aller Devisentransaktionen entfielen 2010 auf den Dollar. Damit hat die US-Währung an Bedeutung verloren - vor zehn Jahren war der Dollar an 90 Prozent aller Transaktionen beteiligt. Auf den Euro entfielen 2010 39 Prozent aller Transaktionen, der Yen kam auf 19 Prozent, das Britische Pfund auf 13 Prozent.

(Anmerkung.: die Zahlen summieren sich auf 200 Prozent, da bei jeder Transaktion zwei Währungen beteiligt sind, Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich)

Schuldenberge

Die Staatsschulden Chinas betragen seit fünf Jahren kontinuierlich um die 20 Prozent des BIP. Die Schulden Europas und der USA steigen hingegen an. 2010 lagen sie zwischen 80 und 90 Prozent des BIP.

Schuldenabbau durch Inflation

52.000 Milliarden Dollar beträgt die Gesamtverschuldung von Unternehmen, Staat und Bürgern der USA, das entspricht rund 355 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ökonomen vermuten, Amerika werde die Staatsschulden durch Inflation abschmelzen. Die Folge wäre ein Dollar-Crash.

Der Konzern vereinbarte jetzt erstmals in Shanghai mit lokalen und internationalen Banken einen Kredit in Landeswährung im Volumen von umgerechnet 270 Millionen Euro. Das mit der Citibank als Koordinator organisierte Kreditpaket hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Unternehmen nutzt damit die derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen in China. Zudem kann Voith auf diesem Weg Währungsrisiken vermeiden. China ist für Voith inzwischen eines der wichtigsten Länder. Im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 erzielte der Konzern dort einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Das sind 18 Prozent des Gesamtumsatzes von 5,6 Milliarden Euro.

Von

rtr

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