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29.08.2014

06:54 Uhr

Investoren

Deutsche Unternehmen halten zu Kataris

VonDana Heide

Das Emirat Katar sieht sich dem Verdacht ausgesetzt die islamistische Terrorgruppe IS zu unterstützen. Die Kataris sind auch bei zahlreichen deutschen Firmen engagiert. Die halten zu ihrem Investor. 

Der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa Al-Thani, steht unter Beschuss: Seinem Land wird vorgeworfen, die radikale Organisation IS zu unterstützen. Seine deutschen Geschäftspartner halten aber zu ihm. dpa

Der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa Al-Thani, steht unter Beschuss: Seinem Land wird vorgeworfen, die radikale Organisation IS zu unterstützen. Seine deutschen Geschäftspartner halten aber zu ihm.

DüsseldorfKatar sieht sich derzeit mit dem heftigen Vorwurf konfrontiert, die Terrorgruppe IS zu unterstützen. Das Emirat bestreitet dies - und auch die Unternehmen, bei denen das Golfemirat als Investor engagiert ist, halten zu den Scheichs. 

Bei Hochtief sind die Kataris über ihre Qatar Holdings engagiert – sie halten derzeit 11,1 Prozent an dem Baukonzern. Das Unternehmen verteidigte seinen Großaktionär gegenüber Handelsblatt Online. „Wir erleben Qatar Holding seit vielen Jahren als professionellen, engagierten und seriösen Ankeraktionär“, hieß es vom Unternehmen.

Über verschiedene Fonds ist Katar auch an zahlreichen weiteren deutschen Unternehmen beteiligt, darunter auch andere namhafte Konzerne wie die Deutsche Bank, Solarworld oder Hochtief. 

Solarworld und Katar: Asbeck hält zu seinem katarischen Investor

Solarworld und Katar

exklusivAsbeck hält zu seinem katarischen Investor

Das Emirat Katar ist dem heftigen Vorwurf ausgesetzt, die Terrorgruppe IS unterstützt zu haben. Der Wüstenstaat ist Investor bei vielen deutschen Firmen, darunter auch bei Solarworld. Chef Asbeck hält zu den Kataris.

„Der Außenminister Katars, Khalid Al Attiyah, hat unter anderem im Handelsblatt diese Anwürfe als unrichtig zurückgewiesen und dezidiert die IS-Gruppe verurteilt“, teilte Solarworld-Chef Frank Asbeck gegenüber Handelsblatt Online mit. Qatar Solar, der zu 100 Prozent zum staatlichen katarischen Investor Qatar Foundation gehört, hält derzeit 29 Prozent an Solarworld. „Die Qatar Foundation ist eine Stiftung zur Förderung von Bildung und Wissenschaft und engagiert tätig in der Entwicklung nachhaltiger Energietechnologien“, so Asbeck. „Wir freuen uns gemeinsam mit der Qatar Foundation, die weitere Zukunft der Solartechnologie zu gestalten.“ 

Die Deutsche Bank nahm auf Anfrage bisher keine Stellung.  

Seit Jahren schon wird die Unterstützung radikaler sunnitischer Islamisten-Gruppen durch Katar kritisiert. Zuletzt erhob Jürgen Trittin, Außenpolitikexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, schwere Vorwürfe gegen Katar. Katar bestreitet jedoch, die Terrorgruppe IS zu unterstützen.

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