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03.10.2012

07:41 Uhr

Investoren springen ab

Rückschlag für britische Atompläne

Die britische Regierung setzt bei der zukünftigen Energieversorgung vor allem auf Atomenergie. Doch es fehlen Unternehmen, die investieren wollen. Nun macht auch der französische Atomkonzern Areva einen Rückzieher.

Die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield. ap

Die britische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield.

LondonDer französische Areva -Konzern und sein chinesischer Partner CGNPC sind einem Medienbericht zufolge nicht mehr an einem Erwerb der zum Verkauf stehenden britischen Atomkraftwerks-Firma der Energiekonzerne E.ON und RWE interessiert. Areva und Guangdong Nuclear Power Corporation Holding (CGNPC) hätten die Frist zur Abgabe einer Offerte für das Horizon genannte Joint-Venture vergangene Woche verstreichen lassen, berichtet die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die beiden deutschen Energieriesen RWE und E.ON hatten ihre Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke in Großbritannien Ende März zu den Akten gelegt, Horizon zum Verkauf gestellt und dies unter anderem mit den hohen Kosten begründet. Ursprünglich wollten die Unternehmen mit dem 50:50-Joint-Venture bis 2025 neue Kernkraftwerke mit einer Leistung von rund 6000 Megawatt errichten. Das Investitionsvolumen hätte sich auf umgerechnet rund 18 Milliarden Euro belaufen.


Von

rtr

Kommentare (2)

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Hans

03.10.2012, 11:58 Uhr

Können EON und RWE ihre Britische Tochter gleich abwickeln, und die Verluste abschreiben. Deren Expansionsträume finanziert durch Schulden sind jämmerlich geplatzt. Was bleibt sind die hohen Schulden.

Hoffmann

04.10.2012, 09:35 Uhr

war wohl nix mit einer "Renaissance" der Atomenergie, das Wort Reinfall würde es besser beschreiben.
Aber wenn selbst RWE-Chef Terium sagt daß neue AKWs mind 10 Cent/kwh erzielen müssen merkt man daß das nichts mehr wird. Selbst PV-Strom hat heute bei großen Anlagen schon Gestehungskosten von 10 Cent u. erhält nur eine Vergütung von 12,8 Cent/kwh.

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