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14.01.2008

12:50 Uhr

Investoren

US-Anleger lieben deutsche Unternehmen

Amerikanische Investoren spielen für deutsche Unternehmen eine immer größere Rolle. In den nächsten fünf Jahren könnten sie zu den wichtigsten Aktionären überhaupt aufsteigen. Seit 2004 sind die Amerikaner die wichtigsten Auslandsinvestoren in Deutschland. Für deutsche Firmen hat die Bedeutung einer Notierung an amerikanischen Börsen dagegen abgenommen.

tor NEW YORK. Das ergab eine Umfrage der Investmentbank Dresdner Kleinwort unter 30 deutschen Konzernen. 14 davon stammen aus dem Börsenindex Dax 30. Demnach ist der Anteil deutscher Aktien, der sich in Händen von amerikanischen Investoren befindet, zwischen 2001 und 2006 von zwei auf 18 Prozent gestiegen.

Das hat Auswirkungen für die Arbeit der Manager in hiesigen Unternehmen. "Der direkte Zugang zum Top-Management ist für die ausländischen Investoren besonders wichtig", sagte Dominic Hughes, Chef für Corporate Banking bei Dresdner Kleinwort in London. Die Zahl der Treffen mit US-Investoren sei in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, dass die amerikanischen Großanleger sehr gute Kenntnisse des Unternehmens und der Branche hätten.

Die Attraktivität deutscher Unternehmen sei vor allem auf ihr effizientes Kostenmanagement und ihre globale Ausrichtung zurückzuführen. Überraschend ist, dass mehr als 80 Prozent der befragten Firmen glauben, eine mögliche Konjunkturdelle in den USA werde keinen wesentlichen Einfluss auf ihre Geschäfte haben. "Dank des starken Exports nach Osteuropa und in asiatische Schwellenländer gab es 2007 eine Abkopplung von der US-Konjunktur", erklärt Michael Pfaff, Chef für Global Banking bei Dresdner Kleinwort in Frankfurt.

Während die deutschen Unternehmen für amerikanische Investoren immer wichtiger werden, ist das Verhältnis der deutschen Unternehmen zum US-Parkett genau umgekehrt: Für deutsche Firmen hat die Bedeutung einer Notierung an amerikanischen Börsen offenbar abgenommen. Nur noch sechs Prozent betrachten die Präsenz auf einem US-Kurszettel als sinnvoll. "Die Kosten sind zu hoch und das Handelsvolumen ist zu gering", sagt Hughes.

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