Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2009

16:34 Uhr

IT-Branche

Google muss Mitarbeiter entlassen

Die Branche gerät immer stärker in den Sog der globalen Wirtschaftskrise. Mehrere große Unternehmen kündigten am Donnerstag weitere, zum Teil massive Stellenstreichungen an. Sparen muss sogar der erfolgsverwöhnte Internetkonzern Google.

Auch der Riese Google baut Stellen ab. Foto: ap ap

Auch der Riese Google baut Stellen ab. Foto: ap

HB NEW YORK/HAMBURG. Zwar wolle man weiter Mitarbeiter einstellen, jedoch deutlich weniger als bislang, erklärte das kalifornische Unternehmen am Donnerstag. Daher werde man 100 Stellen in der Abteilung für Personalsuche streichen. Darüber hinaus ist geplant, eine Reihe von wenig genutzten Diensten nicht mehr zu unterhalten oder weiterzuentwickeln.

Nicht nur Google geht es schlecht. Allein beim amerikanischen Handy-Produzenten Motorola fallen noch einmal 4 000 Jobs weg. Der Chipkonzern Infineon schickt 1 800 Mitarbeiter seines Dresdner Werks in Kurzarbeit. Auch der bislang robuste PC-Markt litt im Schlussquartal 2008 unter der schwachen Nachfrage.

Motorola hatte bereits Ende vergangenen Jahres die Streichung von 3 000 Jobs angekündigt - nach einem weiteren Quartalsverlust sollen noch einmal 4 000 Stellen wegfallen. Die Einsparungen beliefen sich auf insgesamt 1,5 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen nach US- Börsenschluss mit.

Neben der Wirtschaftskrise macht Motorola auch eine verfehlte Modellpolitik zu schaffen. Es war dem amerikanischen Hersteller nicht gelungen, einen ansprechenden Nachfolger für sein Erfolgsmodell RAZR zu entwickeln. Knapp 3 000 Jobs streicht Seagate. Der weltweit größte Hersteller von Festplatten will zudem die Gehälter des Vorstands kürzen.

Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt Microsoft ebenfalls einen deutlichen Stellenabbau. Mögliche Streichungen könnten kommende Woche bekanntgegeben werden, hieß es am Donnerstag im "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Eine genaue Zahl sei nicht zu erfahren gewesen, es gehe aber um weit weniger als die bis zu 15 000 Arbeitsplätze, über die zuletzt spekuliert wurde.

Außerdem suche der Windows-Hersteller noch nach anderen Einspar-Möglichkeiten, dank derer doch keine Jobs wegfallen müssen, hieß es. Microsoft hatte zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres im Juni rund 91 000 Mitarbeiter.

Der Halbleiterhersteller Infineon schickt ab Februar rund 1 800 Mitarbeiter seines Dresdner Werkes in Kurzarbeit - zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten. Wegen sinkender Nachfrage war es zu Auslastungsproblemen gekommen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×