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29.10.2014

22:03 Uhr

Italien

Verletzte bei Protest gegen ThyssenKrupp-Stellenabbau

Bei Protesten in Rom gegen den Stellenabbau in einem Werk des deutschen Industrieunternehmens ThyssenKrupp geraten Demonstranten mit der Polizei aneinander. Die Beamten sollen die Protestler ohne Grund angegriffen haben.

Ein Demonstrant hält sich ein Tuch an den blutenden Kopf: Bei einer Protestaktion gegen den Stellenabbau in einem ThyssenKrupp-Werk in Italien ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. dpa

Ein Demonstrant hält sich ein Tuch an den blutenden Kopf: Bei einer Protestaktion gegen den Stellenabbau in einem ThyssenKrupp-Werk in Italien ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen.

RomBei einer Protestaktion gegen Stellenstreichungen in einem ThyssenKrupp -Werk in Italien sind in Rom mindestens drei Menschen verletzt worden. Die Polizei verhinderte nach eigenen Angaben am Mittwoch, dass Teilnehmer eine Absperrung durchbrachen und den Hauptbahnhof der Metropole besetzten.

Mehrere Beamte seien von Flaschen und Steinen getroffen worden. Drei Demonstranten wurden demnach ins Krankenhaus gebracht. Ein Sprecher des Gewerkschaftsbundes Cisl sagte dagegen, vier Arbeiter sowie mehrere Arbeitnehmervertreter seien verletzt worden. Die Polizei habe einen friedlichen Demonstrationszug ohne Grund angegriffen.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

ThyssenKrupp hatte in diesem Monat angekündigt, nach gescheiterten Gesprächen mit den Gewerkschaften die Pläne zum Abbau von rund 550 Arbeitsplätzen in seinem italienischen Edelstahlwerk voranzutreiben. Bei der Tochter AST in Terni sollen die Kosten jährlich um 100 Millionen Euro gesenkt werden.

Von

rtr

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