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21.07.2011

13:56 Uhr

Jack Wolfskin

Der Outdoor-Ausrüster geht an Blackstone

Rund 700 Millionen Euro zahlt der Finanzinvestor den Vorbesitzern Quadriga und Barclays Private Equity. Das bedeutet eine enorme Wertsteigerung: Beide zahlten vor fünf Jahren gerade 93 Millionen Euro für den Ausrüster.

Das Firmenlogo des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin. Quelle: picture alliance / dpaPICTURE-ALLIANCE / DPA

Das Firmenlogo des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin.

FrankfurtDer Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin wird an den dritten Finanzinvestor in Folge verkauft und verliert in Mitgründer Manfred Hell die Symbolfigur seines Aufstiegs. Hell, seit 25 Jahren an der Spitze des Herstellers von wetterfester Kleidung, Rucksäcken und Zelten, verlasse Jack Wolfskin nach 25 Jahren aus persönlichen Gründen, teilte das Unternehmen aus dem hessischen Idstein am Donnerstag mit. Der US-Investor Blackstone will nun die Expansion ins Ausland vorantreiben. Er zahlt Finanzkreisen zufolge rund 700 Millionen Euro an die bisherigen Eigentümer Quadriga Capital und Barclays Private Equity.

Aufsichtsratschef Manfred Jacobi sagte: „Manfred Hell hat das Unternehmen zu dem gemacht, was es ist.“ Der Mitgründer von Jack Wolfskin, der selbst mit Rucksack und Funktionsjacke für die Marke posierte, hat Unternehmenskreisen zufolge bereits den Sommerurlaub angetreten und wird danach nicht zurückkehren. „Für mich war es eine unbeschreiblich erlebnisreiche Zeit, eine kleine Firma in einem noch entstehenden Markt führen und zu dem entwickeln zu können, was sie heute ist“, sagte er. Der Abschied falle ihm nicht leicht, sei aber konsequent.

Mit Hells Nachfolger, der in wenigen Wochen feststehen soll, will Blackstone die Expansion von Jack Wolfskin ins Ausland beschleunigen. So populär die Marke mit der Wolfstatze in Deutschland ist, bei der Internationalisierung hat das 1981 in Frankfurt gegründete Unternehmen noch Rückstand auf Konkurrenten wie The North Face und Vaude. Osteuropa und Skandinavien stehen zunächst im Fokus. In China hat Jack Wolfskin bereits jetzt fast so viele eigene Läden wie im Inland. Das Riesenreich könnte schon 2012 Deutschland als größten Markt ablösen, hieß es in Firmenkreisen.

Das Unternehmen stand seit einem Jahr zum Verkauf. 2010 war der Umsatz um 21 Prozent auf 304 Millionen Euro geschnellt. Der Erfolgskurs geht weiter: Die Vorbestellungen der Händler lagen im Februar um fast die Hälfte über Vorjahr.

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