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15.11.2016

12:32 Uhr

Jaguar wird elektrisch

Die britische Sternschnuppe

VonKatharina Slodczyk, Lukas Bay

Jaguar Land Rover feiert die Premiere des ersten Elektroautos in der Geschichte des Unternehmens. Mit dem I-Pace wollen die Briten der deutschen Konkurrenz im elektrischen SUV-Segment zuvorkommen.

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London/DüsseldorfWie eine Sternschnuppe fällt Jaguars neues Elektroauto vom Himmel und landet an einer der wohl beliebtesten Strandpromenaden der USA: in Venice Beach bei Los Angeles. Wer will, kann einsteigen und es sich zunächst auf dem Fahrersitz bequem machen. Wem das nicht reicht, kann die Beinfreiheit in der hinteren Sitzreihe ausprobieren, den Kopf durch das offene Autodach stecken, sich etwas in Venice Beach umschauen oder auch das Auto von oben ansehen.

Dabei sitzen die Zuschauer mit beiden Beinen fest auf britischem Boden. Eine Virtual-Reality-Brille macht die aufwändige Inszenierung möglich. Jaguar Land Rover hat sie Anfang dieser Woche Kunden und Gästen in London und in Los Angeles aufgesetzt, um ihnen mit Hilfe virtueller Realität einen Eindruck von dem ersten Elektroauto des britischen Luxusautoherstellers zu vermitteln. Der Name I-Pace fügt sich dabei nahtlos ein in die bisherige Nomenklatur der Jaguar-Modelle. Das erste SUV hört auf den Namen F-Pace.

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Und auch das erste Elektroauto wird ein stadttauglicher Geländewagen mit Allradantrieb. Zwei Elektromotoren, jeweils an der Vorder- und Hinterachse, mit insgesamt 400 PS lassen den elektrischen Jaguar in vier Sekunden von null auf 100 sprinten. Im kommenden Jahr soll der Wagen als Serienversion vorgestellt werden und 2018 auf den Markt kommen.

Die Leistungsdaten sehen auf den ersten Blick mehr als konkurrenzfähig aus. Mit einer Batterieladung soll der I-Pace 500 Kilometer schaffen und damit ein vollwertiges Hauptauto sein, kein Zweitwagen nur für Kurzstrecken. „Unsere Kunden wollen keine Kompromisslösung“, sagte Produktmanager Giles Lenthall bei der Vorstellung des I-Pace in London.

Dass man für das erste Elektroauto keinen Jaguar-typischen Sportwagen, sondern ein SUV gewählt hat, überrascht nur auf den ersten Blick. Denn das SUV-Segment ist das am schnellsten wachsende Marktsegment – mit einer Zuwachsrate von mehr als 20 Prozent im vergangenen Jahr. Bislang ist der kalifornische Pionier Tesla mit seinem Model X der einzige Anbieter eines rein elektrischen SUVs. In den nächsten Jahren sollen aber mehrere weitere elektrischen Varianten das Segment erobern, unter anderem der neue EQ von Daimler, aber auch der Audi Q6 e-tron oder der elektrische BMW X5.

Jaguar will der deutschen Konkurrenz mit dem I-Pace die Stirn bieten. Aber es gibt auch eine Notwendigkeit für die elektrische Offensive. Denn die Briten müssen den CO2-Ausstoß ihrer Flotte dringend senken, wenn sie nicht die gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Union im Jahr 2021 verletzen wollen. Ralf Speth, der deutsche Chef von Jaguar Land Rover (JLR), stand der elektrischen Mobilität zwar lange skeptisch gegenüber, weiß aber auch, dass er den Flottenschnitt nur über eine Elektrifizierung seiner Modellpalette wirksam senken kann. „Ich denke, dass der Trend zum Elektroauto schneller kommen wird, als wir alle denken”, sagte Speth noch im September im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Jaguar hat die technischen Möglichen der virtuellen Realität nicht nur genutzt, um sein neues Modell vorzustellen, sondern auch, um es zu entwickeln. Die Zeit bis zur Konzeptstudie habe sich dadurch von viereinhalb auf etwa dreieinhalb Jahre verkürzt, so das Unternehmen.

Kommentare (5)

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Herr Peter Delli

15.11.2016, 12:58 Uhr

Endlich haben die Inder auch eine elektro Karre. Unter ihren eigenen Namen, Tata Motors, trauen sie sich nicht auf dem Markt.

Account gelöscht!

15.11.2016, 13:07 Uhr

<< Mit einer Batterieladung soll der I-Pace 500 Kilometer schaffen und damit ein vollwertiges Hauptauto sein, ..... >>

So, so, das soll er also. LOL

Hat Jaguar (die eigentlich Tata heißen) die physikalischen Gesetze dazu kurz mal aufgehoben?
Mit einer Batterieladung kommt man unter Alltagsbedingungen im Bummeltempo, also auf der Autobahn rechts schön zwischen den LKW`s eingereiht, auf halbwegs verlässliche 180 km Reichweite. Radio, Lampen und Scheibenwischer läßt man dazu besser aus.
Wer ein Ziel von 100 km hat und mit derselben Batterieladung wieder zurückfahren will, sollte sein "Zukunftsauto" also besser stehenlassen.

Aber für Tata gelten diese Nachteile selbstverständlich nicht. Die Marketingabteilung ist sich da ganz sicher.

Herr Peter Delli

15.11.2016, 13:25 Uhr

Herr Marc Hofmann@ Sie sind aber schon so freundlich und gestatten mir, dass ich
selbst auswähle auch wenn wie von Öko-Faschisten bestimmt werden.

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