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25.01.2010

15:34 Uhr

Jahresabschluss

Fiat hofft auf staatliche Anreize

In Mailand hat Fiat Jahresbilanz gezogen und einen Ausblick auf 2010 gewagt. Der italienische Autokonzern hat im vierten Quartal etwas besser abgeschnitten als erwartet, sagt aber auch ehrlich, dass es ohne staatliche Hilfen á la Abwrackprämie viel schlimmer gekommen wäre. Und das gilt auch für 2010.

2010 stimmt Fiat-Chef Marchionne nachdenklich. Quelle: ap

2010 stimmt Fiat-Chef Marchionne nachdenklich.

HB TURIN. Der italienische Autoriese Fiat macht die erwartete Rückkehr in die Gewinnzone von der europaweiten Fortsetzung staatlicher Kaufanreize abhängig. In seinem am Montag in Turin veröffentlichten Jahresbericht hofft Fiat für 2010 auf einen Umsatz von rund 52 bis 53 (2009: 50) Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 200 bis 300 Mio. Euro. Sollte der europäische Automarkt nicht durch weitere Abwrackprämien befeuert werden, könnte das Nettoergebnis um bis zu 400 Mio. Euro niedriger ausfallen; der Umsatz 2010 wäre in diesem Fall rund 2,5 Mrd. Euro niedriger.

2009 war der gesamte Konzernumsatz um 16 Prozent eingebrochen. Unter dem Strich habe man einen Nettoverlust von 0,8 Mrd. Euro verbucht - nach einem Nettogewinn von 1,7 Mrd. Euro 2008.

Als Stütze erwies sich dabei noch das Autogeschäft, das von der europaweiten staatlichen Förderung von Neuwagenkäufen stark profitierte. Der Umsatz der Fiat-Automobilgruppe (FGA) schrumpfte so nur um 2,4 Prozent auf 26,3 Mrd. Euro, das gesamte Autogeschäft (inklusive der Luxusmarken Maserati und Ferrari) um 3,5 Prozent auf 28,4 Mrd. Euro. Allein im vierten Quartal 2009 legte die gesamte Autosparte um 23,4 Prozent zu, begünstigt allerdings durch das schwache Vergleichsquartal ein Jahr zuvor.

Kräftige Einbrüche verzeichnete Fiat in der Land- und Baumaschinensparte (CNH), die im Gesamtjahr um fast 21 Prozent auf 10,1 Mrd. Euro einbrach. Noch heftiger erwischte es das Nutzfahrzeuggeschäft (Iveco) mit einem Umsatzminus von 34 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro.

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