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06.03.2012

10:24 Uhr

Jahresbilanz 2011

Q-Cells fährt dramatische Verluste ein

Der angeschlagene Solarkonzern Q-Cells hat im vergangenen Jahr ein Minus von über einer halben Milliarde Euro zu verzeichnen. Auch die Prognose gibt zumindest kurzfristig keinen Grund zu Optimismus.

Krise bei Q-Cells: Der Konzern schreibt tiefrote Zahlen. dpa

Krise bei Q-Cells: Der Konzern schreibt tiefrote Zahlen.

Der Preisverfall in der Solarbranche und millionenschwere Abschreibungen haben dem um sein Überleben kämpfenden Solarkonzern Q-Cells 2011 tiefrote Zahlen eingebrockt. Netto summierte sich der Verlust auf 846 Millionen Euro nach einem Gewinn von 19 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie Q-Cells am Dienstag mitteilte. Bei einem Umsatzrückgang um rund 300 Millionen auf 1,023 Milliarden Euro lag das Minus operativ bei 720 (Vorjahr: plus 82,3) Millionen Euro. Die Höhe der Wertberichtigungen und Drohverlustrückstellungen bezifferte Konzernchef Nedim Cen auf insgesamt 315 Millionen Euro.

Vor einigen Wochen hatte Q-Cells den Verlust des Eigenkapitals anzeigen müssen. Schon damals machte Cen wenig Hoffnung auf eine rasche Trendwende. 2012 würden erneut Verluste anfallen und wohl erst im kommenden Jahr zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ein Gewinn zu Buche stehen.

Der Solarkonzern aus dem ostdeutschen Bitterfeld-Wolfen steht am Abgrund: Das Eigenkapital ist aufgezehrt und Anleihegläubiger machen Druck. Nach einem Verhandlungsmarathon gewährten sie Q-Cells vergangene Woche im letzten Moment einen Zahlungsaufschub bis Ende April für eine Wandelanleihe über 200 Millionen Euro. Bis dahin will sich Cen mit den Zeichnern zweier weiterer Wandelanleihen verständigen, die bis 2014 und 2015 laufen. Anschließend soll die 2012er-Anleihe nochmals bis Ende des Jahres verlängert werden. Bis dahin soll das Sanierungskonzept stehen. Im Zuge dessen sollen die Zeichner der Bonds größtenteils auf die Rückzahlung verzichten und stattdessen Aktien erhalten. Doch ein Sanierungsplan könnte ins Wanken geraten angesichts der Förderkürzungen für Solarstrom. Experten erwarten für die Solarbranche in Deutschland - dem immer noch größten Solarmarkt weltweit - einen Markteinbruch.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.03.2012, 13:10 Uhr

So ergeht es jeder Branche, die nur auf Subventionen basiert.

Habe kein Mitleid.

versager

06.03.2012, 13:36 Uhr

noch schlimmer is ,daß für derartige beschissene ergebnisse,sich die verantwortlichen vorstände und berater millionen aus der firmenkasse nehmen,die in in keinem verhältnis zu ihrer nichtleistung stehen.

hier wird von den verantwortlichen china- und förderproblematik als uneinkalkulierbares risiko angeführt.

diese sind seit jahren bekannt und nach eigenerklärung der vorstände im risikomanagement beherrschbar.

hier wurde ,um maximale fördermittel und steuergelder abzugreifen ein riesenrad gedreht und nun soll mit der angeblichen sicherung der arbeitsplätze weitere fördermittel und darlehensverichte der öffentlichen hand uns bürgern abgepreßt werden nur damit die versager weiterhin in die kasse greifen können .

hier muß die staatsanwaltschaft einmarschieren in sachen fördermittelbetrug

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