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25.01.2007

14:17 Uhr

Jahresbilanz

Ford verbrennt 12,7 Milliarden

Ford schließt Fabriken, entlässt Mitarbeiter und spart, wo es geht. Das ist zwar angesichts der aktuellen Bilanz bitter nötig, doch durch die Sparmaßnahmen steigt der Verlust des Autobauers zunächst weiter. Auch für das nächste Jahr macht der US-Konzern seinen Anlegern keine großen Hoffnungen.

Eines der vielen Probleme beim Autobauer Ford ist sein Absatzproblem. Foto: AP Quelle: ap

Eines der vielen Probleme beim Autobauer Ford ist sein Absatzproblem. Foto: AP

HB DETROIT. Der angeschlagene US-Autokonzern Ford hat im vergangenen Jahr den höchsten Verlust seiner 103-jährigen Firmengeschichte gemacht. Das Minus lag bei 12,7 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Allein im vierten Quartal hätte sich ein Minus von fast 5,8 Mrd. Dollar angehäuft; im Vorjahreszeitraum waren es noch 74 Mill. Dollar. Der Verlust fiel damit deutlich höher aus als von Branchenexperten erwartet.

Im Vorjahr hatte Ford noch 1,4 Mrd. Dollar verdient. Der Jahresumsatz des zweitgrößten amerikanischen Autoherstellers nach General Motors fiel deutlich auf 160,1 Mrd. Dollar von 179,6 Mrd. im Vorjahr, wie Ford am Donnerstag mitteilte. Ford befindet sich in einem kostspieligen Sanierungsprogramm für seine Not leidende nordamerikanischen Autosparte, die unter einem starken Verkaufs- und Marktanteilschwund leidet.

Dabei sollen 16 Werke geschlossen und bis zu 45 000 Stellen gestrichen werden. Die Restrukturierungsaktionen und Wertberichtigungen durch Massenentlassungen und Betriebsschließungen belasteten Ford mit 9,9 Mrd. Dollar nach Steuern oder 5,29 Dollar je Aktie. Vor Steuern erreichten die Sonderbelastungen 11,9 Mrd. Dollar.

Auch im laufenden Jahr erwartet Ford einen Nettoverlust. Dieser dürfte allerdings geringer ausfallen als 2006, schreibt der Automobilhersteller am Donnerstag im Ausblick 2007. Der Bereich Automotive werde ebenfalls rote Zahlen schreiben, wobei das Nordamerikageschäft weiterhin in der Verlustzone verharren werde, während in Europa Gewinne verbucht werden dürften.

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