Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2010

19:15 Uhr

Jahresbilanz

Henkel soll 2010 profitabler werden

Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel hat im vergangenen Jahr wegen der weltweiten Konjunkturkrise einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Der Umsatzrückgang entwickelte sich aber weniger dramatisch als erwartet. Im kommenden Jahr will sich der Hersteller von Pritt und Persil besser als der Markt entwickeln.

Henkel-Zentrale in Düsseldorf. Das Jahr 2009 entwickelte sich weniger dramatisch als erwartet. dpa

Henkel-Zentrale in Düsseldorf. Das Jahr 2009 entwickelte sich weniger dramatisch als erwartet.

HB DÜSSELDORF. Henkel hat zum Jahresende die rasante Talfahrt seiner kriselnden Klebstoffsparte fast gestoppt und 2009 damit ohne größere Schrammen überstanden. 2010 will der Hersteller von Pritt und Persil beim Umsatz stärker abschneiden als seine Wettbewerber und profitabler arbeiten.

Dank des Schlussspurts von Oktober bis Dezember "konnte Henkel das Rezessionsjahr 2009 insgesamt besser abschließen als vorhergesehen", bilanzierte der Düsseldorfer Konzern am Donnerstag. In der von der Wirtschaftskrise besonders schwer getroffenen Industrie- und Klebstoffsparte, die fast die Hälfte der Konzernumsätze erwirtschaftet, konnte der Rückgang der Erlöse deutlich gebremst werden. Der Spartenumsatz sank im vierten Quartal auf 1,5 (Vorjahreszeitraum: 1,66) Mrd. Euro, das operative Ergebnis (Ebit) gab auf 59 (147) Mio. Euro nach. Organisch - also bereinigt um Wechselkurseffekte und Verkäufe - sank der Umsatz noch um 0,7 Prozent - deutlich weniger als in der Vergangenheit. Im zweiten Quartal hatte noch ein Minus von 15,4 Prozent in den Büchern gestanden. Die Sparte beliefert besonders von der Krise betroffene Branchen wie die Auto-, Bau- oder Elektroindustrie.

Bei Waschmitteln und Kosmetika erwirtschaftete Henkel im vierten Quartal fast stabile Umsätze und Ergebnisse. Im Konzern sank der Umsatz damit auf 3,3 (3,5) Mrd. Euro. Organisch registrierte Henkel sogar ein Plus von 0,6 Prozent. Die Konsumgüterhersteller Procter & Gamble und Colgate-Palmolive hatten zum Jahresende höhere Umsätze verbucht.

Für das Gesamtjahr steht nun nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzrückgang um 3,5 Prozent auf 13,57 Mrd. Euro in den Büchern. Auch deutsche Konkurrenten wie Beiersdorf hatten 2009 Federn lassen müssen. Das operative Ergebnis (Ebit) legte bei Henkel auch dank eines rigiden Sparkurses auf 1,08 Mrd. (Vorjahr: 779 Millionen) Euro zu. Das um einmalige Aufwendungen, Erträge sowie Restrukturierungskosten bereinigte Ebit lag bei 1,36 (1,46) Mrd. Euro.

Für 2010 erwartet der Konzern beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie und beim bereinigten operativen Ergebnis "eine spürbare Verbesserung" gegenüber den Werten des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Eine konkrete Prognose für 2009 hatte Henkel-Chef Kasper Rorsted wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht vorgelegt. Der Konzern hatte zum Jahresende ein rigides Sparprogramm abgeschlossen, das den Abbau von rund 3000 Stellen umfasste. Weitere Stellenstreichungen hatte Rorsted in der Vergangenheit nicht ausgeschlossen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

aruba

28.01.2010, 21:23 Uhr

Guten Tag,..... profitabler oder nicht. Henkel ist ein anstaendiger Laden ( einer der wenigen ). besten Dank

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×