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18.01.2007

16:34 Uhr

Jahresbilanz

Klöckner-Werke profitiert von Maschinenbau-Boom

Der zum Verkauf stehende Maschinen- und Anlagenbauer Klöckner-Werke profitierte im vergangenen Jahr vom Boom der Branche. Die Probleme des Mutterkonzerns WCM belasten das Unternehmen jedoch erheblich.

HB DÜSSELDORF. Es seien durch die Pleite des Mutterkonzerns WCM Abschreibungen und Wertberichtigungen von insgesamt rund 360 Mill. Euro nötig, teilte Klöckner-Werke am Donnerstag in Frankfurt mit. Die außerordentlichen Verluste in der Bilanz 2006 sollen durch die Erhöhung des Eigenkapitals um 264 Mill. Euro zum großen Teil ausgeglichen werden. Damit wären alle Risiken im Zusammenhang mit der WCM-Pleite bewältigt, hieß es.

Der Boom im Maschinenbau bescherte dem auf Anlagen für die Abfüll- und Verpackungsindustrie spezialisierten Konzern im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg um sieben Prozent auf etwa 875 Mill. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei nach ersten Berechnungen um mehr als die Hälfte auf 37 Mill. Euro gestiegen. Insgesamt holte der Konzern Aufträge über rund eine Milliarde Euro herein. Dies sei ein Anstieg von rund 20 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr kündigte Klöckner-Werke ein Umsatzplus von sieben Prozent auf rund 940 Mill. Euro und ein Ebitda von 60 Mill. Euro an. Der Vorstand hofft zudem, dass der geplante Verkauf der 68-prozentigen Beteiligung der WCM an Klöckner im März oder April unter Dach und Fach kommt.

WCM hatte im November Insolvenzantrag gestellt, nachdem zwei Kredite über 230 Mill. Euro vorzeitig gekündigt worden waren. Neben der HSH Nordbank verlangte auch die WCM nahe stehende Beteiligungsgesellschaft KPE Holding aus Hamburg ihr Darlehen vorzeitig zurück. Die HSH wollte zunächst Ende November den WCM-Anteil an Klöckner meistbietend verkaufen, blies dieses Vorhaben aber kurzfristig ab. WCM erhielt damit die Möglichkeit, selbst nach einem Käufer zu suchen.

Die im Prime Standard notierte Klöckner-Werke-Aktie verlor 1,7 Prozent auf elf Euro.

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