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05.03.2013

14:23 Uhr

Jahresbilanz

Tognum kann an Vorjahreserfolg nicht anknüpfen

Der Gewinn des Motorenbauers Tognum ist leicht rückläufig. 2012 konnte das Unternehmen nicht so viel verdienen wie im Vorjahr. Konzernchef Coers machte dafür unter anderem die Gaspreise verantwortlich.

Ein großes Modell eines MTU-Motors. Der Motorenbauer Tognum verdiente 2012 weniger als im Vorjahr. dapd

Ein großes Modell eines MTU-Motors. Der Motorenbauer Tognum verdiente 2012 weniger als im Vorjahr.

FriedrichshafenDer Motorenbauer Tognum hat 2012 beim Gewinn nicht an das Niveau des Vorjahres heranreichen können. Unter dem Strich stand im abgelaufenen Jahr ein Überschuss von 181,7 Millionen Euro, wie Tognum-Vorstandschef Joachim Coers am Dienstag in Friedrichshafen am Bodensee sagte. 2011 hatte das Ergebnis bei 199,3 Millionen Euro gelegen. Auch die Erlöse kletterten 2012 nur leicht um 1,4 Prozent auf 3,015 Milliarden Euro.

Tognum sei zunächst gut ins Geschäftsjahr gestartet, sagte Coers. Zur Jahresmitte habe sich aber ein abkühlendes konjunkturelles Umfeld bemerkbar gemacht. Auch ein drastischer Verfall der Gaspreise in den USA habe Tognum belastet. Das laufende Geschäftsjahr 2013 sei noch mit vielen Unsicherheiten behaftet.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen

Putzmeister

Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar 2012 das schwäbische Unternehmen für gut 320 Millionen Euro.

Kiekert

Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt 2012 den Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme aus Heiligenhaus (NRW).

Schwing

Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April 2012 Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers. Der Verkaufspreis des Herner Unternehmens soll bei rund 300 Millionen Euro liegen.

Kion

2012 steigt der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power beim Gabelstaplerhersteller Kion ein. Die Chinesen kaufen zunächst für 467 Millionen Euro 25 Prozent an Kion und steigern 2015 ihren Anteil auf 38,25 Prozent. Außerdem erhält der Investor für 271 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an der Hydrauliksparte Kions.

Solibro

Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni 2012 den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

Sunways

Der Konstanzer Photovoltaik-Konzern ging 2012 zum Schnäppchenpreis an den chinesischen Solarriesen LDK Solar. Doch 2013 und 2014 reichte Sunways jeweils einen Insolvenzantrag ein. Teile des Unternehmens wurden in der Folge an den chinesischen Solarkonzerns Shunfeng verkauft.

Tailored Blanks

Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Koki Technik Transmission Systems

Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Hilite

Avic übernimmt 2014 für 473 Millionen Euro den deutschen Autozulieferer.

Krauss-Maffei

Im Januar 2016 verkauft Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

EEW

Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft im Februar 2016 den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Milliarden Euro. Verkäufer ist der schwedische Investor EQT. EEW hat nach eigenen Angaben 1050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte.

Manz

Die Shanghai Electric Group steigt im Frühjahr mit Anteilen von etwa 20 Prozent bei dem angeschlagenen Maschinenbauer ein.

Kuka

Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie. Der chinesische Midea-Konzern hat Kuka ein Übernahmeangebot im Umfang von 4,5 Milliarden Euro gemacht und mit dessen Hilfe knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile übernommen.

„Wir gehen aber von einer konjunkturellen Stabilisierung im zweiten Halbjahr aus.“ Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Der Motorenbauer beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter.

Von

dpa

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