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12.08.2013

08:45 Uhr

Jahreshoch

Zahl der Industriemitarbeiter steigt weiter

Über fünf Millionen Deutsche sind im Verarbeitenden Gewerbe tätig – so viele wie zuletzt im November vorigen Jahres. Doch nicht alle Branchen bestätigen den positiven Trend.

In der Industrie sind viele Arbeiter neu eingestellt worden. dpa

In der Industrie sind viele Arbeiter neu eingestellt worden.

BerlinDie Beschäftigung in der deutschen Industrie hat im Juni ein Jahreshoch erreicht. Die Zahl der Mitarbeiter im Verarbeitenden Gewerbe kletterte verglichen mit dem Vorjahresmonat um 28.000 oder 0,5 Prozent auf 5,228 Millionen. „Das ist der höchste Stand seit November 2012”, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Von Mai auf Juni gab es ein Plus von 4200. Die Industrie hatte zuletzt überraschend viele Aufträge an Land gezogen und ihre Produktion kräftig gesteigert.

Allerdings stellten nicht alle Branchen neue Mitarbeiter ein. In der Metallerzeugung und -bearbeitung schrumpften die Belegschaften um 1,0 Prozent, bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 0,9 Prozent. Das größte Stellenplus meldete die Fahrzeugindustrie mit 2,0 Prozent, gefolgt von den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren mit 1,1 Prozent und den Maschinenbauern mit 1,0 Prozent.

Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie

2009

Die Erhöhung der Löhne und Gehälter betrug insgesamt 4,2 Prozent in zwei Stufen: zum 1. Februar 2,1 Prozent, zum 1. Mai weitere 2,1 Prozent. Für November/Dezember 2008 und Januar 2009 wurde ein Einmalbetrag von 510 Euro vereinbart, ein weiterer von 122 Euro für September 2009. Von Januar bis April 2010 war eine weitere Einmalzahlung von jeweils 0,4 Prozent vorgesehen. Der Vertrag lief über 18 Monate vom 1. November 2008 bis zum 30. April 2010.

2010

Der Entgelttarifvertrag wurde im Zuge der Wirtschaftskrise vom 1. Mai bis zum 31. März 2011 ohne Anhebung verlängert. Zum Ausgleich erhielten die Beschäftigten zwei Einmalbeträge von je 160 Euro am 1. Mai und am 1. Dezember.

2011

Vom 1. April an gab es wie in der Tarifeinigung 2010 beschlossen ein Plus von 2,7 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bis 31. März 2012.

2012

Nach einem Nullmonat im April wurden die Löhne und Gehälter vom 1. Mai 2012 an um 4,3 Prozent angehoben. Die Vereinbarung lief am 30. April 2013 nach 13 Monaten aus.

2013

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten, in den ersten beiden gibt es keine Erhöhung. Von Juli an steigen Löhne und Gehälter um 3,4 Prozent, vom Mai 2014 an nochmal um 2,2 Prozent.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Juni 2012 um 1,0 Prozent auf 671 Millionen Stunden zu. Die Entgelte lagen bei rund 21,2 Milliarden Euro, ein Plus von 0,3 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Treudoof

12.08.2013, 12:32 Uhr

Alles nur Leiharbeiter um die Branche für Asien fit zu machen.
Hat mit Konjunktur nicht das Geringste zu tun:
Schmeiße teure Leute raus und stelle Leiharbeiter ein und es ergeben sich zwei positive Nachrichten. Die Zeitarbeitsbranche blüht, dank Super Konjunktur und die Zahl der Industriearbeiter steigt. Man stellt ja ein.

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