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12.05.2015

07:57 Uhr

Jahresprognose angehoben

Für Thyssen-Krupp geht es weiter aufwärts

Thyssen-Krupp bleibt auf Erholungskurs. Im ersten Quartal steigerte der Konzern den operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel. Daher schraubt das Unternehmen seine Erwartungen nach oben.

Der Konzernchef kann bei Thyssen-Krupp Erfolge verbuchen. dpa

Heinrich Hiesinger

Der Konzernchef kann bei Thyssen-Krupp Erfolge verbuchen.

DüsseldorfDank Ergebnisverbesserungen in der Stahl- und Aufzugssparte hat Thyssen-Krupp seine Erwartungen nach oben geschraubt. „Unsere Maßnahmen zur Performance-Verbesserung greifen und wir kommen beim Konzernumbau voran“, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger am Dienstag. Für das Geschäftsjahr 2014/15 (per Ende September) peilt der Industriekonzern nun einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 1,6 bis 1,7 Milliarden Euro an. Bislang hatte Hiesinger mindestens 1,5 Milliarden Euro nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr in Aussicht gestellt.

Der operative Gewinn stieg im zweiten Quartal um rund ein Drittel auf 405 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 379 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich verdiente der Konzern allerdings mit 48 Millionen Euro 221 Millionen Euro weniger als vor Jahresfrist. Vor einem Jahr hatte ThyssenKrupp noch von einem Buchgewinn aus dem Verkauf seines US-Stahlwerks profitiert. Diesmal musste der Konzern beim Verkauf der Edelstahltochter VDM eine Abschreibung von mehr als 100 Millionen Euro vornehmen.

Im europäischen Stahlgeschäft konnte Thyssen-Krupp von Januar bis Ende März den operativen Gewinn auf 113 Millionen Euro fast verdoppeln. Dies war allerdings vor allem den Kostensenkungen zu verdanken. Die Stahlkocher in Duisburg haben unter anderem ihre Wochenarbeitszeit reduziert. Auch in der als Ertragsperle geltenden Aufzugssparte legte ThyssenKrupp zu. Im lange Zeit kriselnden amerikanischen Stahlgeschäft fiel der Fehlbetrag etwas geringer aus als zuletzt.

Der Stahlindustrie machen Überkapazitäten und der Preisdruck zu schaffen. Weltmarktführer ArcelorMittal hatte in der vergangenen Woche seine Jahresprognose leicht nach unten gesenkt. Der deutsche Branchenzweite Salzgitter legt am Mittwoch seine Zahlen vor.

Die größten deutschen Rüstungskonzerne

Bedeutender Wirtschaftszweig

Die Rüstungsindustrie ist ein großer Wirtschaftszweig in Deutschland. Einer Erhebung des Branchenverbandes BDSV zufolge waren 2011 rund 100.000 Menschen in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beschäftigt. Einige große deutsche Rüstungskonzerne im Profil.

Diehl Defence

Die Rüstungssparte des Nürnberger Diehl-Konzerns, stellt unter anderem Munition, Raketen und Ketten für Panzer her.
Umsatz 2013: 533 Millionen Euro.

Heckler & Koch

Der Handwaffenspezialist aus dem badischen Oberndorf fertigt unter anderem Pistolen, Sturm- und Präzisionsgewehre.
Umsatz 2013: 200 Millionen Euro.

Kraus-Maffei Wegmann (KMW)

KMW in München baut etwa den Kampfpanzer „Leopard“, den Schützenpanzer „Puma“ oder die Panzerhaubitze „2000“.
Umsatz 2013: 900 Millionen Euro.

MTU Aero Engines

MTU Aero Engines ist ein Triebwerksbauer aus München, der auch für militärische Flugzeuge fertigt, etwa den Motor für den Eurofighter.
Umsatz 2013 (Wehrgeschäft): 501 Millionen Euro.

Rheinmetall Defence

Rheinmetall Defence ist die Wehrsparte von Rheinmetall aus Düsseldorf und fertigt Panzer, aber auch Munition oder etwa Flugabwehrsysteme.
Umsatz 2013: 2,2 Milliarden Euro.

Thyssen-Krupp Marine Systems

Thyssen-Krupp Marine Systems in Kiel baut U-Boote und Kriegsschiffe. Die Firma entstand aus Blohm+Voss und der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH.
Umsatz 2012/13: 1,2 Milliarden Euro.

Von

rtr

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