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26.01.2007

09:09 Uhr

Jahresprognose angehoben

Porsche lässt sich von VW schieben

Porsche legt gute Zahlen vor: Vor allem die tatkräftige Unterstützung von Volkswagen veranlasst den Sportwagenbauer zu neuen Höhenflügen und neuen Rekordprognosen für das Gesamtjahr. Dabei entwickelten sich Absatz und Umsatz eher mickrig.

Auch wenn der Absatz bei Porsche eher schwach ausfällt, kann sich Unternehmenschef Wendelin Wiedeking doch über Gewinne aus der Volkswagenbeteiligung freuen. Foto: dpa Quelle: dpa

Auch wenn der Absatz bei Porsche eher schwach ausfällt, kann sich Unternehmenschef Wendelin Wiedeking doch über Gewinne aus der Volkswagenbeteiligung freuen. Foto: dpa

HB STUTTGART. Die Beteiligung an Europas größtem Autohersteller VW hat dem Sportwagenbauer Porsche im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2006/07 (31. Juli) ein Verfünffachung des Gewinns beschert. Mit diesem Polster im Rücken traut sich der seit Jahren weltweit rentabelste Autobauer nun auch im Gesamtjahr zu, den im zurückliegenden Geschäftsjahr eingefahrenen Rekordgewinn vor Steuern nochmals zu überbieten.

Porsche teilte am Freitag vor Beginn seiner Hauptversammlung in Stuttgart mit, angetrieben von Sondereinflüssen durch die Beteiligung an VW sei der Vorsteuergewinn in den Monaten August bis Januar auf 1,45 Mrd. Euro von 277,8 Mill. Euro vor Jahresfrist gesprungen.

Neben den Erlösen aus dem Fahrzeuggeschäft seien Sondereinflüsse in Zusammenhang mit dem Engagement bei Volkswagen erneut für einen deutlich überdurchschnittlichen Ergebnissprung verantwortlich gewesen. So lagen die Erträge aus Kurssicherungsgeschäften in Verbindung mit dem Erwerb der VW-Aktien im deutlich dreistelligen Millionenbereich. Zusätzlich habe sich die Neubewertung des inzwischen auf 27,4 Prozent der Stammaktien angestiegenen VW-Aktienpakets mit 520 Millionen Euro positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Neubewertung sei ein Einmaleffekt gewesen.

Damit übertraf die Traditionsmarke die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg des Vorsteuergewinns auf 425 Mill. Euro gerechnet. „Unter der Voraussetzung ausbleibender Überraschungen bei VW oder beim Kurs der VW-Aktie ist Porsche zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr das Vorjahresergebnis von 2,1 Mrd. Euro übertreffen zu können“, stellte das Unternehmen nun in Aussicht. Anfang Dezember hatte sich Porsche-Chef Wendelin Wiedeking noch in Zurückhaltung geübt und ein Wiedererreichen der Vorjahresmarke ausgeschlossen.

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