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11.12.2014

13:41 Uhr

James-Bond-Automarke

Aston Martin will Modellpalette erweitern

Den Anschluss an die Konkurrenz hat der britische Autobauer Aston Martin verpasst. Jetzt soll laut Insidern die Modellpalette erweitert werden. Dazu benötigt das Unternehmen frisches Kapital.

Gilt als Lieblingsautomarke von James Bond: Aston Martin. AFP

Gilt als Lieblingsautomarke von James Bond: Aston Martin.

Paris/LondonDer angeschlagene Sportwagen-Hersteller Aston Martin will Insidern zufolge Geld auftreiben, um seine Modellpalette auszuweiten. Das britische Unternehmen erwäge Kredite, Anleihen oder eine Kapitalerhöhung im Volumen von 100 bis 150 Millionen Pfund (rund 127 bis 190 Millionen Euro), wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Personen erfuhr, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Vorbereitungen dazu liefen bereits. „Es geht darum, die aktuelle Modellpalette zu erweitern.“

Im Gespräch seien Luxuslimousinen und Hybrid-Modelle. Der Konzern selbst und die Großaktionäre – die Finanzinvestoren Investment Dar aus Kuwait und Investindustrial aus Italien – lehnten eine Stellungnahme zu den Reuters-Informationen ab.

Diese Modelle und Marken haben das erste Halbjahr gerockt

Der Quashqai führt

Die Gewinner der ersten Jahreshälfte 2014 auf dem deutschen Pkw-Markt kommen aus Japan. Den stärksten Zuwachs unter den Marken mit mehr als einem Prozent Marktanteil verbuchte laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Nissan; die Zahl der Neuzulassungen stieg – getrieben vor allem von einer starken Nachfrage nach dem neu aufgelegten Qashqai – um 22,8 Prozent auf 32.250 Einheiten.

Mazda3 liegt auf 2

Bei Mazda sorgte das neue Kompaktmodell Mazda3 für Schwung: 28.542 Neuzulassungen bedeuten ein Plus von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Bronze für Skoda

Über den drittstärksten Zuwachs kann sich Skoda freuen: Die Tschechen legen mit dem stark nachgefragten Octavia um 14 Prozent auf 88.198 Einheiten zu und festigen so vor Renault ihre Position als stärkster Importeur.

Neben dem Octavia erweist sich der Rapid Spaceback als Renner. Im größten deutschen Fahrzeugsegment (kompakte Kurzheck-Modelle) gehört er zu den erfolgreichsten zehn Fahrzeugen. Bis Mai belegte er den achten Platz in seiner Klasse  

Focus und Kuga stützen Ford

Unter den deutschen Herstellern wuchs Ford am meisten, dort profitierte man von der starken Nachfrage nach den Kompaktmodellen Focus und Kuga. Das reichte für ein Plus von 9,8 Prozent auf 108.548 Neuzulassungen.

Darauf einen Mokka

Opel legte um 6,9 Prozent auf 112.923 Einheiten zu. Der Mokka war in Deutschland im ersten Halbjahr die Nummer eins im SUV-Segment. Die Insignia-Neuzulassungen legten in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent zu. Aber auch die angestammten Modelle im Portfolio waren erfolgreich. So belegte der Zafira Tourer sowohl im Juni als auch im ersten Halbjahr Platz zwei bei den Großraum-Vans. 

Mini verliert

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten: bei Mini steht ein dickes Minus in der Halbjahresbilanz, der Rückgang von 12,5 Prozent auf 15.764 Neuzulassungen geht aber vor allem auf das Konto des Modellwechsels beim wichtigsten Modell der Marke, dem Dreitürer.

Käufer lassen Chevy fallen

Im freien Fall befindet sich weiterhin Chevrolet, wo die Verkaufszahlen nach dem angekündigten Marktaustritt um 62,6 Prozent auf nur noch 4.999 Fahrzeuge zurückgingen.

VW vor Mercedes und Audi

Audi konnte sein Ergebnis aus dem ersten Halbjahr 2013 um 4,3 Prozent steigern (133.751 Neuzulassungen), BMW kam auf ein Plus von 0,7 Prozent (119.619 Neuzulassungen). Ein Minus von 0,5 Prozent hingegen musste VW verbuchen; die Wolfsburger bleiben mit 323.474 Neuzulassungen aber klar die Nummer eins in Deutschland. Mercedes bleibt trotz eines Rückgangs um 3,6 Prozent mit 136.615 Einheiten vor Audi auf Rang zwei.  

Schlappe für Korea

Zu den Verlierern des Monats unter den großen Marken zählen die Koreaner. Hyundai büßte 5,3 Prozent ein (48.383 Neuzulassungen), Schwestermarke Kia 4,6 Prozent (27.699 Neuzulassungen).

Private fahren mehr Importautos

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr deutschlandweit rund 1,54 Millionen Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Importmarken steigerten ihren Anteil im Gesamtmarkt auf rund 36,1 Prozent, bei den privaten Kunden sogar auf 45 Prozent.

Aston Martin hat zuletzt den Anschluss an die Konkurrenz verpasst. Der globale Markt für Luxuswagen verdoppelte sich in den vergangenen fünf Jahren fast. Aston Martin hingegen verkaufte 2013 nur rund 4200 Autos – 2007 waren es noch 7300. Aston Martin gilt als Lieblingsautomarke von James Bond. Der britische Agent wird auch im neuen Film „Spectre“, der im Herbst 2015 in die Kinos kommt, einen Aston Martin fahren. Konzernchef Andy Palmer stellte das Fahrzeug DB10 vorige Woche in London vor.

Von

rtr

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