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07.06.2011

12:33 Uhr

Japanischer Pharmakonzern

Daiichi legt in Europa leicht zu

Starke Nachfrage nach Blutdrucksenkern hat die Geschäfte von Japans zweitgrößtem Pharmakonzern Daiichi-Sankyo in Europa angeschoben.

Eine Mitarbeiterin im Labor von Daiichi-Sankyo. Quelle: Daiichi Sankyo

Eine Mitarbeiterin im Labor von Daiichi-Sankyo.

FrankfurtDas Unternehmen steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (Ende März) seinen Europa-Umsatz mit olmesartan-haltigen Blutdruck-Präparaten um 15,7 Prozent auf 408 Millionen Euro, wie Daiichi-Sankyo in Frankfurt mitteilte. Der Wirkstoff Olmesartan ist derzeit der wichtigste Umsatzträger des Konzerns.

Davon abgesehen spürte Daiichi-Sankyo allerdings die Folgen staatlicher Maßnahmen zur Kostensenkung in den europäischen Gesundheitssystemen. „Diese Bremsspuren sehen wir auch bei uns“, räumte Europa-Chef Reinhard Bauer ein. Die Gesamterlöse in Europa nahmen insgesamt nur leicht zu auf 587 Millionen Euro nach 574 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Für das laufenden Geschäftsjahr 2011/12 peilt das 2005 aus der Fusion der japanischen Pharmafirmen Daiichi und Sankyo entstandene Unternehmen einen Europa-Umsatz von 670 Millionen Euro an. Einschließlich der indischen Generika-Tochter Ranbaxy sollen die Erlöse in Europa im Geschäftsjahr 2012/13 dann auf rund 1,2 Milliarden (2010/11: 780 Millionen) Euro zulegen. Dabei setzt Daiichi-Sankyo auf den Markstart neuer Medikamente. „Unsere Pipeline ist gut gefüllt“, sagte Bauer.

Daiichi-Sankyo ist gegenwärtig dabei, in Europa ein neues Geschäftsfeld Krebsmedikamente aufzubauen. Dazu gehört auch der Wirkstoff Tivantinib gegen Lungenkrebs, der mittlerweile in Europa die dritte klinischen Phase der Erprobung durchläuft. Das Marktpotenzial schätzt Bauer auf etwa eine Milliarde Dollar Spitzenumsatz in diesem Krankheitsfeld. Aktuell liegt das Kerngeschäft von Daiichi-Sankyo bei Herz- und Kreislauferkrankungen.

Daiichi-Sankyo ist momentan in zwölf europäischen Ländern präsent und hat rund 2600 Beschäftigte in der Region. Die Europa-Zentrale liegt in München, im bayerischen Pfaffenhofen befindet sich einer der auch weltweit größten Produktionsstandorte.

Von

rtr

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