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02.04.2015

15:47 Uhr

Jenoptik

Technologiekonzern will Lasersparte umbauen

Der Technologiekonzern Jenoptik hat angekündigt, seine Lasersparte umzubauen. Das Unternehmen will den Bereich künftig noch stärker auf die Zielmärkte wie die Autobranche ausrichten.

Der Mechatroniker Stephan Köcher justiert einen Diodenlaser. Die Messtechnik arbeitet vor allem für die Autoindustrie. dpa

Jenoptik AG

Der Mechatroniker Stephan Köcher justiert einen Diodenlaser. Die Messtechnik arbeitet vor allem für die Autoindustrie.

BerlinDer Technologiekonzern Jenoptik baut seine Lasersparte um. Die Bereiche sollten sich stärker an ihren Zielmärkten wie etwa der Autobranche orientieren, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Jena. Ein Arbeitsplatzabbau in diesem Zusammenhang sei nicht geplant.

In Unternehmenskreisen hieß es, Teile der Laser-Sektion, die bisher der Optik-Sparte angegliedert sind, sollten beispielsweise der Industriellen Messtechnik zugeordnet werden.

Die Messtechnik arbeitet vor allem für die Autoindustrie.

Die intelligente Fabrik

Forschung in der Smart Factory

Langfristig dürfte die Vision der smarten Technik weit über den Einsatz einzelner Komponenten wie Datenbrillen hinaus gehen. So forschen Dominic Gorecky und seine Kollegen am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in einem Smart Factory-Laboratorium an neuen Technologien und ihrem Einfluss auf die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.

Produktionssteuerung per Chip

Produktionsmodule verschiedener Firmen lassen sich wie Legobausteine zu einem beliebigen Produktionsprozess kombinieren: Ein Modul fräst etwa eine individuelle Gravur in eine Platte, das nächste Modul setzt ein spezielles Gehäuse auf, ein anderes führt eine Qualitätskontrolle durch. Jedes Produkt kommuniziert mittels RFID-Kennzeichnung mit den Modulen, welcher Prozessschritt ausgeführt werden soll - die zentrale Steuerung wird damit aufgehoben. Um die Flexibilität von Industrie 4.0-Anlagen voll auszuschöpfen, agiert der Menschen als Manager des Gesamtsystems und trifft im Problemfall relevante Entscheidungen.

Noch lange kein Alltag

Bis zur Realisierung von Industrie 4.0 im Arbeitsalltag mit smarten Produktionsanlagen und mehr Freiräumen für Mitarbeiter dauert es laut Experten noch mindestens zehn Jahre. Eines der Hauptprobleme liegt laut Dominic Gorecky darin, dass sich die verschiedenen Maschinen- und Komponentenhersteller bisher nur schwer auf gemeinsame, offene Schnittstellen einigen können. Diese sind aber nötig, um eine umfassende Vernetzung möglich zu machen

Für diese werden auch Laser entwickelt, die damit etwa Armaturenbretter für den Einbau von Airbags bearbeiten. Andere, in verschiedenen Gesellschaften aufgeteilte Laser-Sektionen sollten gebündelt werden, sagte ein Unternehmensvertreter weiter. Die „Ostthüringer Zeitung“ hatte über Unruhe in der Belegschaft deswegen berichtet. Weltweit beschäftigt Jenoptik gut 3500 Mitarbeiter.

Von

rtr

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