Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.08.2014

10:28 Uhr

Jobabbau

Anlagenbauer Gea will 100 Millionen Euro einsparen

Der MDax-Konzern Gea möchte kräftig sparen und seine Kosten um 100 Millionen Euro pro Jahr senken. Der Plan soll bis Ende 2017 durchgesetzt werden. Es sollen unter anderem 1.000 Stellen abgebaut werden.

Die Zentrale der GEA-Group in Bochum: Die Aktie des Spezialmaschinenbauers schießt an die Spitze des MDax. dpa

Die Zentrale der GEA-Group in Bochum: Die Aktie des Spezialmaschinenbauers schießt an die Spitze des MDax.

FrankfurtDer Anlagenbauer Gea will mit einem Konzernumbau seine Kosten kräftig senken. Ab Ende 2017 will die Firma aus Düsseldorf, deren Kunden überwiegend aus der Nahrungsmittelindustrie stammen, mindestens 100 Millionen Euro jährlich weniger ausgeben, wie Gea am Donnerstag mitteilte.

Zu dem Plan gehört auch der Abbau von 1000 Stellen. Das Unternehmen hat rund 18.000 Beschäftigte. Die Verwaltung werde deutlich gestrafft und zentralisiert. Die Geschäftsbereiche würden in den neuen Sparten „Equipment“ und „Solutions“ gebündelt, erläuterte der MDax-Konzern.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Die Aussicht auf sinkende Kosten hat Gea am Donnerstag angeschoben: Mit einem Plus von rund zwei Prozent standen die Aktien am Donnerstag an der MDax-Spitze. Die Einsparpläne kämen bei den Anlegern gut an, sagte ein Händler. Equinet-Analyst Holger Schmidt beließ die Bewertung der Aktien dennoch auf „Hold“: Noch fehle es bei den Umbauplänen an Details, schrieb er in einem Kommentar.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×