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12.06.2016

18:17 Uhr

Joe Kaeser

Siemens hat kein Interesse an Kuka

Wirtschaftsminister Gabriel such nach europäischen Interessenten für Kuka. Auf Siemens kann er dabei aber nicht zählen. Eine Übernahme durch den chinesischen Midea-Konzern sieht Konzernchef Joe Kaeser unproblematisch.

Bei Siemens war wie bei einigen anderen deutschen und europäischen Firmen ausgelotet worden, ob sie bei Kuka einsteigen wollten. dpa

Joe Kaeser

Bei Siemens war wie bei einigen anderen deutschen und europäischen Firmen ausgelotet worden, ob sie bei Kuka einsteigen wollten.

PekingSiemens will nicht bei dem Roboter-Hersteller Kuka einsteigen. „Wenn wir Interesse gehabt hätten, hätten wir uns sicherlich schon längst damit befasst“, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser am Sonntag dem Sender „n-tv“ in Peking. Er deutete zudem an, dass er wenig Bedenken gegen einen stärkeren Einstieg des chinesischen Konzerns Midea bei Kuka sieht. Deutschland habe wie kein anderes Land auf der Welt nach dem Krieg von Export und Globalisierung profitiert. „Die Globalisierung ist nicht nur in eine Richtung, sie kommt auch zurück“, sagte Kaeser. Das habe man bei der Flüchtlingskrise gesehen, nun werde dies an Übernahmeangeboten offensichtlich. „Es zeigt eigentlich nur, wie stark Deutschland ist, wie technologisch interessant.“

Dass sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) damit befasse, ob es auch alternative europäische Interessenten an Kuka gebe, sei „eine ganz natürlich Frage“, sagte Kaeser. Er glaube aber nicht, dass sich Gabriel Sorgen mache.

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Bei Siemens war wie bei einigen anderen deutschen und europäischen Firmen ausgelotet worden, ob sie bei Kuka einsteigen wollten, das als Aushängeschild deutscher Robotertechnik gilt. Midea hatte zuletzt ein Angebot von bis zu 4,5 Milliarden Euro angekündigt – das wäre die größte Übernahme von Chinesen hierzulande. Midea hält bereits 13,5 Prozent an Kuka und strebt einen Anteil von mindestens 30 Prozent an.

Von

rtr

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