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17.04.2012

17:27 Uhr

Joint Venture in China

Alno rüstet Küchen in Peking aus

VonChristoph Kapalschinski

ExklusivAlno sucht sein Heil in China. Mit einem chinesischen Partner gründet der Küchenhersteller ein Gemeinschaftsunternehmen. Alno-Chef Müller wehrt sich gegen den Vorwurf, überzogene Beraterverträge abgeschlossen zu haben.

Küchenhersteller Alno hat seinen Sitz in Pfullendorf. dpa

Küchenhersteller Alno hat seinen Sitz in Pfullendorf.

PfullendorfDer deutsche Küchenhersteller Alno schließt ein Joint Venture in China. An der Firma werden die Deutschen 45 Prozent halten, den Rest ein chinesischer Partner. Das sagte der Vorstandschef Max Müller dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Vorzeigeauftrag ist die Ausstattung eines Appartment-Komplexes mit 500 Küchen in Peking. „Kriegsentscheidend für Alno ist mehr Umsatz“, sagte Müller. Dieser soll vor allem aus dem Ausland kommen.

Vorwürfe, er habe Alno überzogene Beraterverträge aufgebürdet, wies Müller zurück. „Lediglich im letzten Sommer haben wir einige Berater eingesetzt – im bescheidenen Umfang von 350.000 bis 400.000 Euro im Jahr 2011. Hintergrund war die Einführung eines komplett neuen Sortiments im Werk Enger“, sagte er. „Alles was wir machen, entspricht den Corporate-Governance-Regeln.“

Der Küchenhersteller verbucht erstmals seit Jahren wieder steigende Umsätze. Im ersten Quartal 2012 seien die Erlöse nach vorläufigen Zahlen um neun Prozent auf 118,6 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag im oberschwäbischen Pfullendorf mit.

Dabei legten die Geschäfte im Ausland mit 10,1 Prozent noch etwas kräftiger zu als im Inland. Der Küchenbauer will vor allem mit einem starken Wachstum im Ausland aus den roten Zahlen kommen. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) machte Alno trotzdem erneut einen Verlust von 1,7 Millionen Euro nach 7,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Alno hat seit dem Börsengang 1995 nur drei Jahre mit einem knappen Gewinn abgeschlossen. In den vergangenen Jahren gab es deshalb mehrere Entlassungswellen. Das Unternehmen beschäftigt noch rund 1800 Mitarbeiter.

(mit Material von dpa)

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