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26.11.2012

11:32 Uhr

Joint Venture in China

Renault und Dongfeng tun sich zusammen

Einem Zeitungsbericht zufolge will Renault mit dem chinesischen Hersteller Dongfeng Autos in der Volksrepublik produzieren. Rund 800 Millionen Euro wollen beide Konzerne demnach investieren.

Ein Renault Clio auf der Auto Show in Paris. dpa

Ein Renault Clio auf der Auto Show in Paris.

PekingRenault macht einen neuen Anlauf auf dem größten Automarkt der Welt in China. Der französische Autobauer will mit dem zweitgrößten chinesischen Hersteller Dongfeng Motor ein Gemeinschaftsunternehmen aufbauen, wie die chinesische Zeitung „Diyi Caijing“ am Montag berichtete. Beide Unternehmen wollten zusammen 6,5 Milliarden Yuan, umgerechnet 800 Millionen Euro, investieren.

Nach Angaben des Blattes soll das Werk in Wuhan in der Provinz Hubei stehen, doch scheint die Standortfrage noch nicht eindeutig geklärt. Als erstes soll der Renault-Geländewagen Koleos gebaut werden, der gegenwärtig von Korea nach China importiert wird. Renault werde für sein Werk die Produktionslizenz seines früheren Gemeinschaftsunternehmens in China nutzen.

Renault leidet wie andere Autobauer derzeit unter der Absatzkrise in Westeuropa und musste zuletzt heftige Einbußen verkraften. Der Hersteller hatte in China bereits seit 1995 in einem Joint Venture Autos gebaut. Die Kooperation litt aber unter wechselnden Eigentumsverhältnissen bei seinem damaligen Partner. Dongfeng begann vor ein paar Jahren die Verhandlungen mit Renault. Der chinesische Autobauer kooperiert bereits mit den japanischen Renault-Partner Nissan sowie Honda und dem französischen Hersteller PSA Peugeot Citroën.

Die größten Autohersteller in China

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in China abgeschnitten haben. (Daten: 2. Quartal 2012)

Platz 10

BMW - 79.000 verkaufte Fahrzeuge

China gehört für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz im zweiten Quartal um satte 25 Prozent zulegen.

Platz 9

Peugeot-Citroën - 100.000 verkaufte Fahrzeuge

Während der Heimatmarkt schwächelt, können die Franzosen in Fernost ihre Verkäufe ausbauen - wenn auch schwächer als die Konkurrenz. Der Absatz legt um neun Prozent zu.

Platz 8

Kia- 120.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner können auch im Nachbarland ihren Erfolgskurs fortsetzen. Mit einem Wachstum von 26 Prozent gehören sie zu den erfolgreichsten Volumenherstellern in China.

Platz 7

Ford - 156.000 verkaufte Fahrzeuge

Ein fünftel des Absatzes machen die US-Amerikaner in China. Im Jahresvergleich legten die Verkäufe im Reich der Mitte um 16 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 179.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner sind der wachstumsstärkste Hersteller im Ranking. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um satte 69 Prozent. Die Folgen der Flutkatastrophe scheinen überwunden zu sein.

Platz 5

Hyundai - 188.000 verkaufte Fahrzeuge

Wesentlich schwächer läuft das Geschäft dagegen für die koreanische Konkurrenz. Während Hyundai weltweit stark wächst, legten die Verkäufe in China im Jahresvergleich nur um vier Prozent zu.

Platz 4

Toyota - 231.000 verkaufte Fahrzeuge

Das Ziel ist klar: Der weltgrößte Autohersteller der Welt will auch im chinesischen Markt zurück auf die Spitzenplätze. Dem eigenen Anspruch wird Toyota mit einem Wachstum von 57 Prozent im zweiten Quartal fast schon wieder gerecht.

Platz 3

Nissan - 344.000 verkaufte Fahrzeuge

Doch im chinesischen Markt ist ein japanischer Konkurrent sogar noch stärker als Toyota. Weil das Wachstum mit 16 Prozent im Verhältnis schwächer ausfällt, schrumpft der Vorsprung.

Platz 2

Volkswagen - 666.000 verkaufte Fahrzeuge

Für keinen deutschen Hersteller ist der chinesische Markt wichtiger als für VW. Fast ein Drittel der Autoproduktion wird in China verkauft. Mit einem Wachstum von 19 Prozent blasen die Wolfsburger zum Angriff auf die Spitze.

Platz 1

General Motors - 672.000 verkaufte Fahrzeuge

Doch die Spitzenposition in China können immer noch die US-Amerikaner verteidigen - wenn auch knapp. Mit einem Wachstum von 14 Prozent bleibt der Konzern in China führend.

Von

dpa

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